Energiesparkalender 2010
Januar: Thermomantel für Heizungsrohre
Viel Wärme geht durch ungedämmte Heizungsrohre verloren, zumal diese häufig durch kalte Kellerräume führen, wo die Wärmeverluste besonders hoch sind. Folge ist ein bis zu 15 Prozent höherer Brennstoffverbrauch. Schnelle und kostengünstige Abhilfe schafft eine Rohrdämmung. Kosten: 10 bis 20 Euro pro Meter. Bei Selbsteinbau erheblich weniger.
Februar: Duschen mit Köpfchen
Man sieht es ihnen auf den ersten Blick nicht an, aber das Einsparpotenzial von sogenannten Sparduschköpfen ist enorm. Durch eine spezielle Art der Luftbeimischung in den Duschstrahl verbrauchen sie rund die Hälfte weniger Wasser und Energie und das ohne Komforteinbußen. Der Einbau solcher Sparduschköpfe erfolgt ganz einfach, indem der neue Brausekopf anstelle des bisherigen an den Schlauch geschraubt wird.
Kosten: ab ca. 15 Euro.
März: Einfach abschalten
Eine der lohnendsten Energiesparmaßnahmen ist die Investition in schaltbare Steckerleisten, etwa um Computer, Drucker und Bildschirme mit einem Fingertipp komplett vom Netz zu trennen. So lassen sich mühelos rund 50 Euro im Jahr sparen.
Kosten: ca. 30 bis 40 Euro.
April: Durchlauferhitzer austauschen
Veraltete, hydraulisch geregelte Durchlauferhitzer in Bad oder Dusche sind nicht nur weniger komfortabel, sondern gegenüber modernen, vollelektronischen auch ineffizient. Deswegen lohnt es sich, in einen neuen zu investieren. Der spart rund 20 Prozent Energie. In einem Vier-Personen-Haushalt lassen sich so bei einer täglichen Dusche pro Familienmitglied rund 100 Euro im Jahr sparen.
Kosten: inkl. Einbau rund 600 Euro.
Mai: Freiluftsaison für die Wäsche
Wer genügend Platz für eine Wäschespinne im Garten hat, sollte die schöne Jahreszeit nutzen, die Wäsche im Freien zu trocknen statt im Wäschetrockner. Ein Vier-Personen-Haushalt kann so jährlich bis zu 30 Euro sparen.
Kosten: Wäschespinnen gibt es ab ca. 50 Euro.
Juni: Sommerpause für die Heizung
Ältere Heizungsanlagen, die nicht automatisch von Winter- auf Sommerbetrieb umschalten, sollten zum Ende der Heizperiode von Hand umgestellt werden. Sonst passiert es leicht, dass in den frühen Morgenstunden und abends, wenn die Außentemperatur unter einen bestimmten Wert sinkt (meist 16 Grad), sich die Heizung anschaltet, obwohl es im Haus warm genug ist.
Kosten: keine.
Juli: Entlastung für den Kühlschrank
In der heißen Jahreszeit muss der Kühlschrank schon genug arbeiten, da sollte man ihn, so weit es geht, entlasten. Direkte Sonneneinstrahlung kann den Energieverbrauch von Kühl- und Gefriergeräten rasant steigen lassen. Vielleicht findet sich ja ein schattigeres Plätzchen. Auch die Innentemperatur sollte nicht zu kalt eingestellt sein. 7 Grad reichen völlig aus. Einfach mal nachmessen.
Kosten: keine.
August: Neue Pumpe für die Heizung
Die Pumpe ist das Herz jeder Heizungsanlage. Leider ist sie auch einer der größten Stromfresser im Haushalt. Oft sind noch ungeregelte Heizungspumpen im Einsatz, die zudem überdimensioniert und/oder falsch eingestellt sind. Hocheffiziente, elektronisch geregelte Heizungspumpen verbrauchen erheblich weniger Strom. Rund 100 Euro lassen sich im Jahr mit ihnen sparen. Die KFW fördert den Austausch von veralteten Heizungspumpen seit dem 1. April 2009 sogar mit einem Zuschuss von 25 Prozent.
Kosten: knapp 400 Euro inkl. Einbau.
September: Bewegungsmelder im Flur
Häufig brennt gerade im Flur, wo sich nur selten jemand aufhält, permanent Licht. Deswegen kann es sich lohnen, hier einen Bewegungsmelder zur Steuerung einzusetzen. Dieser wird einfach anstelle des Lichtschalters eingebaut und schaltet das Licht automatisch nach Bedarf. Das spart nicht nur Strom, sondern es ist auch komfortabel, beim Betreten der dunklen Wohnung nicht erst nach dem Lichtschalter tasten zu müssen.
Kosten: ca. 100 Euro inkl. Einbau.
Oktober: Dichtung für die Fenster
Durch undichte Fenster in Altbauten geht viel Energie verloren. Rund 5 bis 15 Prozent der jährlichen Heizkosten lassen sich durch nachträgliches Abdichten undichter Fenster einsparen. Die Dichtungsprofile dafür gibt es in verschiedenen Varianten im Baumarkt.
Kosten: weniger als 1 Euro pro Meter.
November: Energieberatung planen
Wer jetzt beim Energiesparen auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich überlegen, ob er nicht einmal die Beratung eines professionellen Energieberaters in Anspruch nehmen möchte. Energieberater in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Kosten: je nach Aufwand.
Dezember: Sparsame Weihnachtsgeschenke
Weihnachten naht. Und vielleicht ist auf dem Wunschzettel ja noch etwas Platz. Ein tolles Geschenk auch an die Umwelt ist zum Beispiel ein Wärmepumpen-Wäschetrockner. Der verbraucht im Vergleich zu den klassischen Modellen rund die Hälfte weniger Energie.
Kosten: ca. 1000 Euro.
Mehr Infos zu den Themen Energiesparen und Modernisierung finden Sie unter energiewelt.de
