Erdwärme für den Airport


Quelle: Fraport
Nahe dem Frankfurter Flughafen lagert ein gewaltiger Schatz – allerdings nicht in Form von Gold oder Silber, sondern in Form von heißem Tiefenwasser. Ein Joint Venture aus Fraport, RWE Innogy und dem Bohrspezialisten Daldrup & Söhne will diesen Schatz nun heben bzw. anzapfen, um daraus Strom und Wärme zu gewinnen. Im Frühjahr 2010 sollen erste seismische Untersuchungen in dem Gebiet stattfinden. Erfüllen sich die Erwartungen der Experten, soll bis 2013 in der Nähe des Flughafens ein neuartiges Geothermiekraftwerk gebaut werden, das erstmals Erdwärme und Biogas in einem Hybrid-Kraftwerk kombiniert. Mithilfe von Biogas soll das zutage geförderte heiße Wasser überhitzt und verstromt werden. Das Biogas erzeugt RWE in einer Biogasanlage unter anderem in Sachsen-Anhalt, in der es auf Erdgasqualität aufbereitet und über das Gastransportnetz nach Frankfurt geliefert wird.

Die erzeugte Energiemenge soll einen signifikanten Beitrag zur Strom- und Wärmeversorgung des gesamten Flughafens leisten. Die Fraport AG würde ihrem Ziel, bis 2020 die CO2-Emissionen um 30 Prozent zu reduzieren, damit ein gutes Stück näher kommen. Bereits bei der Sanierung des Terminals 1 hat der Flughafenbetreiber modernste Energiespartechnik eingesetzt und erhebliche CO2-Einsparungen erreicht.