Desertec

 

(Dr. Frank-Detlef Drake, Leiter Forschung und Entwicklung bei der RWE AG):
"Das DESERTEC-Konzept ist eine faszinierende Vision. Wir werden die RWE-Kompetenz im Bereich Netze und Erzeugung einbringen und gemeinsam mit unseren Partnern untersuchen, wie und wann das Konzept umgesetzt werden kann."

Strom aus der Wüste

Jetzt geht es los: Zwölf internationale Unternehmen, darunter RWE, Siemens sowie die Desertec-Stiftung haben vor kurzem eine Industrieinitiative (DII GmbH) zur Umsetzung des Desertec-Konzepts gegründet. Untersucht werden soll, ob und wie Europa mit klimafreundlichem Solar- und Windstrom aus Nordafrika und dem Nahen Osten versorgt werden kann. Das Desertec-Konzept geht davon aus, dass bis 2050 rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs über solche Kraftwerke aus der Wüste gedeckt werden könnten. Damit wären Investitionen in einer Größenordnung von rund 400 Milliarden Euro verbunden.

Solarthermische Kraftwerke wandeln Sonnenlicht in Wärme

Die im Fokus des Interesses stehenden solarthermischen Kraftwerke bündeln das Sonnenlicht über Spiegel und erhitzen Spezialöl. Dessen Wärme wandeln sie in Wasserdampf für den Antrieb von Turbinen um. Damit unterscheiden sie sich von Fotovoltaik-Anlagen, die Strom direkt produzieren. Der Vorteil der solarthermischen Kraftwerke besteht darin, dass die Wärme speicherbar ist. Sie ermöglichen dadurch eine Stromproduktion rund um die Uhr - und nicht nur, wenn die Sonne scheint.

 

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