ADELE - Der adiabate Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung
Strom sicher, effizient und in großen Mengen zu speichern – das ist eine der größten Herausforderungen für die Stromversorgung der Zukunft. RWE Power, General Electric, Züblin und DLR stellen sich dieser Aufgabe mit dem ADELE-Projekt. Mit dem adiabaten Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung soll zu Zeiten eines hohen Stromangebots Luft komprimiert, die dabei entstandene Wärme in einem Wärmespeicher zwischengespeichert und die Luft in unterirdische Kavernen gepresst werden. Bei steigendem Strombedarf kann diese Druckluft unter gleichzeitiger Rückgewinnung der Wärme zur Stromerzeugung in einer Turbine genutzt werden.
Dieses adiabate Verfahren, bei dem die Wärme der verdichteten Luft nicht verloren geht, sondern im Prozess verbleibt und zur Stromerzeugung genutzt werden kann, unterscheidet sich von bestehenden Druckluftspeichern vor allem durch deutlich höhere Wirkungsgrade (ca. 70 Prozent). Auch erfolgt die Erwärmung nicht mehr durch den Einsatz von Erdgas. Mit einer Machbarkeitsstudie haben die Projektpartner die Basis für das Entwicklungsprogramm gelegt, das jetzt startet.
Ziel ist die Errichtung einer ersten Demonstrationsanlage ab 2013, die über eine Speicherkapazität von 1.000 Megawattstunden verfügen und eine elektrische Leistung von bis zu 200 Megawatt erbringen soll. Damit ist ADELE in der Lage, in kürzester Zeit Ersatzkapazität bereit zu stellen und für eine Dauer von fünf Stunden 40 hochmoderne Windräder zu ersetzen. Insgesamt stellen die Projektbeteiligten zehn Millionen Euro für die Entwicklungsphase bis 2013 bereit. ADELE wird die Bereitstellung von Spitzenlaststrom aus erneuerbaren Energien ermöglichen – ganz ohne CO2-Emissionen.
Sie wollen mehr wissen? In unserer Infothek finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema.
WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
