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Häufige Fragen

1. Wer erhält den neuen Zähler?

Jeder an das Stromnetz von Mülheim angeschlossene Haushalt und Gewerbebetrieb mit einem Verbrauch von kleiner 100.000 kWh/a wurde bis Ende 2012 mit einem elektronischen Stromzähler ausgestattet. Eine Bewerbung oder ein separater Antrag musste nicht ausgefüllt werden.

2. Wird außerhalb von Mülheim auch umgerüstet?

Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem laufenden Feldversuch wird innogy entscheiden, ab wann und in welchem Umfang die in Mülheim erprobten Zähler auch in anderen Regionen angeboten werden. Gesetzlich vorgeschrieben ist der Einbau von elektronischen Stromzählern in Neubauten sowie bei grundlegenden Sanierungen von Gebäuden.

3. Sind bauliche Veränderungen am Zählerkasten/ in der Hausanlage notwendig?

Es sind keinerlei bauliche Veränderungen notwendig. Jeder Anschluss, der mit einem herkömmlichen mechanischen Zähler ausgestattet ist, kann ohne etwaige Umbaumaßnahmen gegen einen elektronischen Stromzähler ausgetauscht werden. In Einzelfällen z. B. bei älteren Gebäuden oder Spezialanlagen kann ein Eingriff aber nicht ausgeschlossen werden.

4. Wie werden die Verbrauchsdaten an den Verteilnetzbetreiber Westnetz übermittelt?

Die modernen, elektronischen Stromzähler sind fernauslesbar. Damit Ihre Daten vom Zähler dorthin gelangen, werden zwei Übertragungswege genutzt:

„Powerline“

Als Powerline bezeichnet man die Datenübertragung über das Stromnetz oder andere vorhandene Leitungen. Der große Vorteil bei dieser Übertragungsform ist, dass vorhandene Leitungen oder auch das Stromnetz mehrfach genutzt werden können, also keine neuen Kabel verlegt werden müssen.

Mobilfunknetze

Die Daten werden im Mobilfunknetz (GSM) über die gleichen Wege wie ein Handygespräch oder eine SMS übermittelt.

5. Entstehen dem Kunden für die Datenübertragung Kosten?

Für die Datenübertragung entstehen dem Kunden keinerlei zusätzliche Kosten, da keine Leitungen, Handy-Simkarten oder DSL-Verbindungen des Kunden genutzt werden müssen.

6. Wie sicher ist die Übertragung der Daten, die mit dem neuen Stromzähler fernausgelesen werden?

Die Übertragung der Verbrauchswerte im Zuge der Fernauslesung basiert auf den aktuellen gültigen Datenschutzbestimmungen in Deutschland, die zu den strengsten der Welt zählen. Die Übertragung der Verbrauchsdaten vom Zähler zur Rhein-Ruhr Verteilnetz erfolgt verschlüsselt.

7. Entsteht mit dem Einbau der neuen, elektronischen Stromzähler die Gefahr von Elektro-Smog?

Sofern die Daten über das Mobilfunknetz übertragen werden, so ist die Sendeleistung in etwa mit der eines Handys vergleichbar. Die Belastung ist jedoch deutlich geringer, weil der Abstand Person – Übertragungsgerät (Sender) in der Regel deutlich größer ist als der Abstand zwischen dem Handy und demjenigen, der damit telefoniert. Da die Verbrauchswerte des Zählers nur einmal pro Monat ausgelesen werden, ist die Gesamtbelastung für den einzelnen Kunden vergleichbar mit dem Verschicken von insgesamt 12 SMS aus der Nachbarwohnung und dieses noch über das ganze Jahr verteilt.

8. Hat der Kunde die Möglichkeit die übertragenen Daten zu sehen und zu kontrollieren?

Ja. Der Kunde, dessen Zähler eingebaut und an die Kommunikationszentrale der Rhein-Ruhr Verteilnetz angeschlossen ist, kann seine Werte wie bisher am Zähler selbst, als auch im Internet in einem geschützten Bereich einsehen.

9. Wie erhält der Kunde die monatlichen Verbrauchsdaten, wenn er keinen Internet-Zugang hat?

Aufgrund der hohen Verbreitung eines Internetanschlusses innerhalb der bundesdeutschen Haushalte werden die monatlichen Werte zuerst nur im Internet zur Verfügung gestellt, da diese Art der Anzeige vom Aufwand und den Kosten her die günstigste Alternative darstellt und somit jedem Kunden kostenlos angeboten werden kann. Inwieweit später in Kundencentern, ähnlich wie bei Kontoauszügen, Stellen/Drucker eingerichtet werden, an denen sich Endkunden ohne Internetzugang ihre Verbrauchswerte selber ausdrucken können oder sich die Kunden gegen Gebühr ihre Verbrauchswerte sogar als Brief nach Hause bestellen können, wird derzeit noch geprüft.

10. Wer wurde bei der Vorbereitung des Projektes involviert?

innogy hat für das Projekt die Unterstützung und den Rat verschiedener Institutionen gesucht, die alle Aspekte der neuen Technologie ausgeleuchtet haben:

Die Prozesse wurden mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz NRW und der Regulierungsbehörde abgestimmt. Das Vorhaben wurde dem Verbraucherzentralen Bundesverband vorab vorgestellt, wo es bezüglich des angestrebten Verbrauchernutzens und von der grundsätzlichen Herangehensweise her begrüßt wurde.

Die Stadt Mülheim begleitet das Projekt.