10.02.2010: Tag 2 auf der E-World
11.00 Uhr: „DESERTEC“
Wann wird die Vision zur Realität?
Wüsten sind die tödlichsten Regionen unseres Planeten – und zugleich seine größten Energiequellen. Alle Wüsten zusammengezählt machen ein Fünftel unserer Erdoberfläche aus. Dabei reicht schon eine mit Solarthermie-Anlagen bestückte Fläche von der Größe Österreichs, um den Energiebedarf der gesamten Welt zu decken.
Das Projekt DESERTEC will diese gigantische Energiequelle nutzbar machen und mit dezentral angelegten Solarthermie-Anlagen in der nördlichen Sahara große Teile des Energiebedarfs Nordafrikas, des Mittleren Ostens und Europas decken.
Um dieses Riesenprojekt mit einem Volumen von mehr als 400 Milliarden Euro zu bewältigen, haben sich zwölf internationale Unternehmen zusammengeschlossen und die DII GmbH gegründet. Für Deutschland ist RWE dabei.
Erklärtes Ziel von DESERTEC ist es, im Jahr 2050 15 Prozent des Energiebedarfs von Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten mit Solarstrom aus der Wüste zu decken.
Drei Jahre noch soll es dauern, bis die Baupläne fertig sind. Dann soll die Gewinnung von Strom nicht alles sein, was DESERTEC ermöglicht: In den Erzeugerländern sollen neue Arbeitsplätze entstehen, Meerwasser könnte mit Hilfe der Solarkraftwerke entsalzt werden und das gewonnene Trinkwasser könnte für eine landwirtschaftliche Entwicklung der Wüste genutzt werden.
12.00 Uhr: „Die Netzwerkpartner“
Kooperationsplattformen in der Energiewirtschaft
Der Energiemarkt verändert sich rasant: Steigende gesetzliche Anforderungen, zunehmend mehr Strom aus regenerativen Energien, immer volatilere Einspeisung, intelligente Netze, E-Mobility – das sind nur ein paar der Herausforderungen, denen sich Energieversorger heute gegenüber sehen.
Großkonzerne wie RWE besitzen die personellen, finanziellen und technischen Ressourcen, um sich diesen Herausforderungen frühzeitig zu stellen, Strategien zu deren Bewältigung zu entwickeln und in die Tat umzusetzen.
Aber was tun die „Kleinen“ der Branche? Für das Stadtwerk einer kleineren Kommune kann es schon zur Herausforderung werden, ein Webportal für den Verkauf seiner Energiedienstleistung zu realisieren. Wie wollen die kleinen Energieversorger den großen Herausorderungen des Energiemarktes der Zukunft begegnen?
Mit „Die Netzwerkpartner e. V.“ hat RWE eine unabhängige Kooperationsplattform für Stadtwerke gegründet, um gemeinsame Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu realisieren.
Zur Internetseite der Netzwerkpartner
13.00 Uhr: „Energiedienstleistungen“
Mit Energie-Controlling Einsparpotenziale entdecken
Gewerbe- und Industrieunternehmen brauchen und verbrauchen viel Energie. Um ihren Verbrauch und damit auch Kosten nachhaltig zu senken, benötigen die Verantwortlichen einen genauen Überblick basierend auf einer sich ständig aktualisierenden Datengrundlage, kurz: die Kontrolle.
Mit dem „Energie-Controlling“ bietet RWE seinen Geschäftskunden eine Dienstleistung, die sich besonders schnell bezahlt macht: Bis zu 30 Prozent der Energiekosten kann ein Unternehmen im Zuge des „Energie-Controlling“ einsparen. Dabei werden zunächst der Verbrauch von Strom, Heizenergie und Wasser sowie die Qualität der Anlagen erfasst und analysiert. Anhand der Ergebnisse zeigt RWE Einsparpotenziale auf und gibt dem Kunden Handlungsempfehlungen.
Die Intensität der Betreuung bestimmt der Kunde selbst: Sie reicht vom bloßen Abrufen von Berichtsmodulen, die zum zeitlichen Verlagern von Prozessen in kostengünstigere Verbrauchszeiträume befähigen, bis hin zur Vorort-Begehung und kontinuierlichen Messungen durch RWE Ingenieure. Die Verbrauchsdaten zur Auswertung werden den Kunden durch die selbst entwickelte „Energie-Controlling Software“ ständig aktuell aufbereitet und bereitgestellt.
Mehr zu den Energiedienstleistungen von RWE
14.00 Uhr: „Smart Meter“
Was kommt danach?
Seit Januar 2010 schreibt das Energiewirtschaftsgesetz den Einbau intelligenter Zähler in Neubauten und grundsanierten Gebäuden vor. In Kombination mit der neu entwickelten Kommunikationseinheit „MUC“ (Multi Utility Controller) wird der intelligente Zähler zum „Smart Meter“. Der MUC übermittelt die Verbrauchsdaten an den Energieversorger und der schließlich an den privaten Kunden. So erhält der Verbraucher einen exakten Überblick bezüglich seines Verbrauchs, auf dessen Grundlage er sein Konsumverhalten kontrollieren und reduzieren kann. Diese zusätzliche Serviceleistung werden Stadtwerke ihren Kunden künftig anbieten können.
Ein Feldversuch mit 13 000 teilnehmenden Haushalten in Mülheim an der Ruhr wird durch die RWE Rheinland Westfalen Netz AG betreut und läuft sehr erfolgreich.
Dabei ist die Kontrollfunktion des Smart Meter erst der Einstieg, um die neue Technik bei den Kunden zu etablieren. Künftig, davon gehen Branchenkenner aus, werden die intelligenten Kommunikationseinheiten die dezentralen Gehirne eines intelligenten Stromnetzes sein.
14.30 Uhr: „EDEMA“
Wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus?
Regenerative Energien und dezentrale Stromerzeugung stehen hoch im Kurs – beides ist jedoch wenig steuerbar. Darum müssen Lösungen auf Seiten des Verbrauchers her, um sich der zunehmenden Volatilität anzupassen. Ein Lösungsansatz heißt EDEMA: „Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin zum E-Energy Marktplatz der Zukunft“. Hinter diesem Titel steht ein durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördertes Gemeinschaftsprojekt von Unternehmen und Hochschulen, das sich mit der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten für das Stromnetz der Zukunft beschäftigt.
Ziel von EDEMA ist eine optimale Netzauslastung: Das Konzept will erreichen, dass stets nur so viel Strom verbraucht wird, wie gerade ins Netz eingespeist wird. Lastspitzen sollen abgemildert werden. Mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie werden Anbieter mit Privathaushalten verknüpft, um einen kontinuierlichen und sichtbaren Abgleich von Angebot und Nachfrage zu ermöglichen – und das Nutzungsverhalten der Energiezufuhr anzupassen. Schon durch minimale Veränderungen und kleine Entlastungen des Stromnetzes können Lastspitzen und damit auch Kosten verringert werden. So könnte ein Durchlauferhitzer mit Wasserspeicher das Wasser für die morgendliche Dusche schon nachts erhitzen und solange speichern, bis der Verbraucher morgens den Hahn aufdreht.
15.00 Uhr: „Virtuelles Kraftwerk“
Stärker im Verbund
Über Deutschland verteilt sich eine beträchtliche Anzahl von Solar- und Biogasanlagen, Windrädern, Blockheizkraft- und kleinen Wasserkraftwerken. Jedes dieser Mini-Kraftwerke speist seinen Strom unkoordiniert ins Netz ein. Die Betreiber erhalten dafür lediglich die gesetzlich garantierte Vergütung. Diese ist verglichen mit den Preisen auf dem freien Strommarkt nicht besonders hoch und zudem auf 20 Jahre begrenzt.
Aber die Mini-Kraftwerke sind zu klein, um ihren Strom am Strommarkt zu besseren Konditionen handeln zu können.
Das Projekt „Virtuelles Kraftwerk“ zeigt einen Lösungsweg auf: Es vernetzt viele kleine Stromerzeuger durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie zu einem großen „virtuellen Kraftwerk“. Im Verbund können sie am freien Strommarkt auftreten. Durch eine zentrale Steuerung der einzelnen Erzeuger kann ihre Energie genau dann zum Verkauf bereitgestellt werden, wenn die Nachfrage und damit der Erlös möglichst hoch sind.
Zum Teil eines „virtuellen Kraftwerks“ sollen alle Stromerzeuger ab 300 KW werden können - also zum Beispiel Krankenhäuser mit eigenen Blockheizkraftwerken, Schwimmbäder, große Kühlhäuser oder industrielle Großverbraucher. Somit ist das „Virtuelle Kraftwerk“ besonders für kommunale Energie-Manager eine interessante Perspektive, um ihre Erlössituation zu verbessern.
Und es gibt bereits ein erstes funktionierendes „Virtuelles Kraftwerk“: Im Sauerland betreibt RWE gemeinsam mit den Lister-Lenne Kraftwerken ein erstes Modellprojekt.
15.30 Uhr: „Innovative Gasanwendung“
Die Heizung von morgen kann mehr
Die Gasheizung von morgen liefert nicht nur warmes Wasser, sondern auch Strom. Und bei RWE tut sie das sogar schon heute. Äußerlich unterscheiden sich die Geräte, die zum Beispiel in einigen Haushalten in Mülheim an der Ruhr zu finden sind, nicht sonderlich von einer herkömmlichen Gasheizung. Im Inneren aber erzeugen sie durch das Verbrennen von Gas nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Was sonst in getrennten Abläufen passiert, wird hier gekoppelt und führt zu einer deutlich höheren Energieausnutzung – die Geräte erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent.
In einem Feldversuch mit rund 30 Haushalten erprobt die RWE Rheinland Westfalen Netz AG die neue Technologie. 2015 soll sie so weit ausgereift sein, dass der flächendeckenden Vermarktung nichts mehr im Wege steht. Für die vielen Stadtwerke, die heute ihre Kunden nur mit Wasser und Gas versorgen, nicht aber mit Elektrizität, bedeutet das, dass sie durch die Gasheizungen indirekt zum Stromlieferanten werden.Mit einer Leistungsstärke von bis zu 1 kW können die Anlagen die Grundversorgung eines Einfamilienhauses abdecken. Lastspitzen werden über das normale Stromnetz abgedeckt. Noch „grüner“ wird die neue Generation der Gasheizungen durch die Möglichkeit, dass man sie je nach Bauart auch mit Bio-Erdgas betreiben kann.
16.00 Uhr: „RWE Partner Welt“
Unser Angebot für EVU-Kunden
Stadtwerken bietet RWE über die neu gegründete Vertrieb AG attraktive Produkte im Bereich Energielieferung an. Gerade mit Mittel- und Langfristprodukten, wie der „virtuellen Kraftwerksscheibe“, hat RWE für seine EVU-Kunden einzigartige Produkte im Portfolio.
Für Kunden, die über einen reinen Bezugsvertrag hinaus an einer engen Zusammenarbeit interessiert sind, existiert die Premium-Partnerschaft.
Hier gibt es auf den Feldern Beschaffung, Vertrieb, Marketing und Energiedienstleistungen eine Fülle von Angeboten zum Dialog, zur Information und in Form von Produkten.
Das Besondere ist der direkte Kontakt zu den RWE Experten, die ihre Erfahrungen aus dem täglichen Marktgeschehen einbringen.
Ein umfangreiches Veranstaltungsangebot und die Internetplattform „RWE Partner Welt online“ bringen das Wichtigste aktuell und direkt zu den Premium-Partnern. Durch diesen heißen Draht sichern sich die Premium-Partner einen strategischen Wissensvorsprung – der hilft, langfristig die richtigen Entscheidungen für ihr Stadtwerk zu treffen.


