Essen, 12. Mai 2011, RWE AGDiese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE-Ergebnis geht im ersten Quartal zurück



  • Betriebliches Ergebnis sinkt um 5%
  • Konzern hält vorerst am Ausblick für 2011 fest
  • Künftige politische Rahmenbedingungen müssen Investitionsfähigkeit erhalten
  • Sachinvestitionen mit über 7 Mrd. EUR weiter auf Rekordniveau
  • Bis 2013 fließen über 5 Mrd. EUR in den Ausbau Erneuerbarer Energien und CO2-armer Erzeugung

Der RWE-Konzern erwirtschaftete im ersten Quartal 2011 einen Umsatz von 15,8 Mrd. Euro, 3% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Wie bereits prognostiziert, entwickelten sich die wesentlichen Ergebniswerte rückläufig: Das betriebliche Ergebnis lag mit 2,8 Mrd. Euro um 5% niedriger als 2010, das nachhaltige Nettoergebnis mit 1,6 Mrd. Euro um 7% unter dem Vorjahresniveau. Der Bereich Trading/Gas Midstream schloss deutlich unter Vorjahr ab. Verbessert hat sich dagegen die Ertragslage im britischen Energiegeschäft und in der Öl- und Gasförderung. Trotz der Belastungen aus dem deutschen Kernenergie-Moratorium hält RWE vorerst an der Prognose für 2011 fest.

"Der von der deutschen Politik vorangetriebene Umbau der Energiewirtschaft ist eine Herkulesaufgabe, die hohe Anforderungen an die Investitionsfähigkeit der Branche stellt", erklärte RWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Großmann. "Mit unserer Erfahrung und Stärke können und wollen wir helfen, diese Aufgabe zu bewältigen." Allerdings brauche die Branche dafür zügig klare Rahmenbedingungen.

Stromabsatz stabil - Gasverkauf rückläufig

Neben der konjunkturellen Erholung prägte die im Vergleich zum Vorjahr wesentlich mildere Witterung die Entwicklung der Energienachfrage in den RWE-Kernmärkten. Im Unternehmensbereich Deutschland gewann RWE auch dank erfolgreicher Akquise sowohl bei Weiterverteilern als auch bei Industrieunternehmen neue Stromkunden. In ausländischen Märkten verzeichnete RWE wettbewerbsbedingte Mengeneinbußen. Insgesamt lag der Stromabsatz des Konzerns mit 81,5 Mrd. Kilowattstunden (kWh) etwa auf Vorjahresniveau. Der Gasabsatz sank allerdings um 17% auf 129,3 Mrd. kWh, da hier der Witterungseffekt deutlich stärker wirkte.

Ergebnis sinkt erwartungsgemäß

Während der Umsatz des Konzerns unter anderem wegen höherer Ölpreise um 3% auf 15,8 Mrd. Euro stieg, gingen die Ergebniswerte erwartungsgemäß zurück. Das EBITDA und das betriebliche Ergebnis verringerten sich um 4 bzw. 5% auf 3,4 bzw. 2,8 Mrd. Euro. Dieser Rückgang ist hauptsächlich dem Bereich Trading/Gas Midstream zuzuordnen. Beteiligungsveräußerungen schlugen sich mit Gewinnen von rund 300 Mio. Euro im Nettoergebnis nieder, das unter anderem durch diesen Effekt um 17% auf 1,8 Mrd. Euro stieg. Das nachhaltige Nettoergebnis wird um solche Sondereinflüsse bereinigt und schloss mit 1,6 Mrd. Euro rund 7% unter dem Vorjahresquartal ab.

Investitionen bleiben auf hohem Niveau

Der Ausbau und die Modernisierung der Erzeugungskapazitäten – sowohl im konventionellen Kraftwerksbereich als auch bei RWE Innogy – bilden weiterhin den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit von RWE. Im ersten Quartal 2011 flossen knapp 1,2 Mrd. Euro in Sach- und Finanzanlagen. Die Summe ist im Vergleich zu 2010 nahezu unverändert.

Zahl der Mitarbeiter steigt

RWE hat im ersten Quartal rund 550 neue Stellen geschaffen, davon etwa 200 in Deutschland. Der Aufbau in Deutschland resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme von Mitarbeitern nach deren Ausbildung bei RWE.

Ausblick 2011

Am Ergebnisausblick, den RWE im Februar gegeben hat, hält der Konzern vorerst fest - trotz des Kernenergie-Moratoriums. Für das betriebliche Ergebnis erwartet der Konzern einen Rückgang von ca. 20% und für das nachhaltige Nettoergebnis, die Bemessungsgrundlage für die Dividende, von ca. 30%. Die anstehenden politischen Entscheidungen über die Zukunft der Kernkraft in Deutschland werden zeigen, ob und in welcher Höhe RWE 2011 mit zusätzlichen Ergebnisbelastungen rechnen muss.

Die Investitionen in Sachanlagen werden in diesem Jahr mit über 7 Mrd. Euro den Rekordwert von 2010 (6,4 Mrd. Euro) noch einmal deutlich überschreiten. In den Ausbau Erneuerbarer Energien fließen bis Ende 2013 knapp 4 Mrd. Euro, dazu kommen mehr als 1 Mrd. Euro für den Aufbau zusätzlicher CO2-armer Erzeugungskapazitäten.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des
RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Eckdaten (Tabelle)

Sie uns auf Twitter: @RWE_AG

: Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt