Essen, 05. September 2011, RWE AGDiese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE baut in NRW erneuerbare Energien kräftig aus



  • Entwicklung und Bau von 200 MW bis 2014 geplant
  • Zwei Windparks sollen bereits 2012 Strom liefern
  • Neue Biogasanlage in Bergheim Paffendorf

RWE plant, seine Erzeugungskapazitäten in NRW im Bereich der erneuerbaren Energien bis 2020 stark auszubauen. Ein geographischer Schwerpunkt soll das Rheinische Braunkohlenrevier sein. Technologisch will sich das Unternehmen vor allem auf das Wachstum in den Segmenten Windenergie und Biogas konzentrieren.

Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy: „In NRW betreibt RWE Innogy rund 120 MW auf Basis der Erneuerbaren. Diesen Wert wollen wir in den kommenden drei Jahren um rund 200 MW auf dann 300 MW nahezu verdreifachen. Bis 2020 wollen wir insgesamt bis zu 500 MW zugebaut haben. Einen wichtigen Schub erhalten unsere Pläne durch den neuen Windkrafterlass der NRW-Landesregierung. Viele unserer Projekte werden wir mit Unterstützung unseres Schwesterunternehmens RWE Power realisieren und auch den Kommunen etwa im Rahmen von Green Gecco zur Beteiligung anbieten.“ Green Gecco ist ein Gemeinschaftsunternehmen von 29 Stadtwerken und RWE Innogy zur Entwicklung und zum Bau von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung in ganz Europa. RWE ist unter den Energieversorgern in Deutschland schon heute mit 445 MW installierter Leistung der größte Windkraftbetreiber.

Dr. Johannes Lambertz, Vorstandsvorsitzender der RWE Power: „Wir wollen Rekultivierungsflächen aus dem Tagebau als Standorte für die Windenergie und in Kooperation mit der regionalen Landwirtschaft Anbauflächen für Pflanzen zur Biogaserzeugung nutzen.“ Fritz Vahrenholt ergänzt: „Dabei verlieren wir keine Zeit und starten mit drei konkreten Projekten in den Bereichen Wind und Biogas.“

Noch in diesem Jahr will RWE mit dem Bau eines Windparks mit 20 MW in der Gemeinde Titz beginnen. Die zehn knapp 150 Meter hohen Windkraftanlagen sollen im Sommer 2012 bereits Strom erzeugen. Zudem soll ein Windpark in der Gemeinde Jüchen entstehen, der aus vier Anlagen der 3-Megawatt-Klasse besteht. Die Genehmigungen für beide Parks hofft RWE Innogy im Herbst dieses Jahres zu erhalten. Der Windpark in Jüchen soll auf einer Rekultivierungsfläche des Tagebaus Garzweiler entstehen, ein Konzept, das auch für die weiteren Ausbaupläne - wo immer möglich - genutzt werden soll. Vorteil dieser Flächen: Sie weisen aufgrund ihrer Lage oft größere Windgeschwindigkeiten auf. So kann mit wenigen Anlagen ein maximaler Windertrag erzielt und einer Verspargelung der Landschaft entgegengewirkt werden. Das Investitionsvolumen für beide Parks liegt voraussichtlich bei insgesamt 60 Mio. Euro.

Johannes Lambertz: „Uns ist es auch wichtig deutlich zu machen, dass Braunkohlenkraftwerke und Erneuerbare Energien kein Gegensatz sind. Im Gegenteil, unsere modernen Kraftwerke sind so ausgelegt, dass sie ihre Leistung sehr schnell verändern und so optimal auf die schwankende Einspeisung der Windparks reagieren können.“

Zudem plant RWE in Bergheim Paffendorf eine 7,4 MW-Biogasanlage zu errichten.
RWE Innogy will die Anlage bauen und betreiben, RWE Power wird das gesamte Rohstoffmanagement übernehmen. Durch die Rekultivierung der Tagebaue verfügt das Unternehmen über eine hohe Kompetenz im landwirtschaftlichen Bereich. Zur Versorgung der Anlage soll auf einen breitgefächerten Rohstoffmix aus zum Beispiel Mais- und Ganzpflanzensilage, Zuckerrübe und Luzerne sowie Gülle zurückgegriffen werden. Teile der Rohstoffe können aus dem Umfeld der Tagebaue geliefert werden. Der überwiegende Rohstoffbedarf soll aber aus der regionalen Landwirtschaft gedeckt werden. Das in der Anlage in Paffendorf erzeugte Rohbiogas soll auf Erdgasqualität aufbereitet, als Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist und in KWK-Anlagen in der Region eingesetzt werden. Das Gesamtinvestment liegt bei rund 13 Mio. Euro.

Wertschöpfung in NRW durch Investitionen in Offshore-Parks
„Auch unsere Investitionen in die Offshore-Windenergie sorgen für volle Auftragsbücher bei Zulieferern in NRW. Allein für unsere Offshore-Windkraftwerke in Bau hat RWE Innogy Aufträge von insgesamt rund 250 Millionen Euro an Unternehmen aus NRW vergeben. Darin ist die Turbinentechnik noch gar nicht enthalten. Gerade auf diesem Feld sind Firmen aus NRW ganz weit vorne. Insgesamt 16 Zulieferer liefern die Schlüsselkomponenten für unseren Offshore-Park Nordsee Ost im Umfang von nochmals rund 50 Mio. Euro. Mit Recht kann man sagen, dass NRW die Werkbank der deutschen Windindustrie ist“, erklärt Fritz Vahrenholt.

RWE Innogy startet noch in diesem Jahr mit dem Bau der Offshore-Windparks Nordsee Ost (295 MW) in der deutschen Nordsee und Gwynt y Môr (576 MW) vor der walisischen Küste.


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