Essen, 10. November 2011, RWE AGDiese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE setzt Maßnahmenpaket konsequent um



  • Weitere Schritte zur Stärkung der Kapitalbasis
  • Ergebnisgrößen sinken erwartungsgemäß
  • Prognose für 2011 bestätigt

RWE setzt das im August angekündigte Maßnahmenpaket konsequent um. Anfang September wurde der Verkauf eines 74,9-Prozent-Anteils am deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion abgeschlossen. Die Begebung einer Hybridanleihe in der Schweiz war ein weiterer Schritt zur Stärkung der Finanzkraft des Unternehmens. Vielversprechend verlaufen auch die Revisionen verlustbringender ölpreisindexierter Gasbezugsverträge, denn die ersten langfristigen Kontrakte wurden auf für RWE günstigere Preisindexierungen umgestellt oder einvernehmlich vorzeitig beendet. Unterdessen haben zwei deutsche Finanzgerichte erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Kernbrennstoffsteuer angemeldet. RWE wurden bereits geleistete Steuerzahlungen zurückerstattet.

Grundsätzlich aber standen die ersten drei Quartale des Jahres 2011 für RWE weiter im Zeichen des beschleunigten Kernenergieausstiegs, gesunkener Strommargen und hoher Belastungen im Gas-Midstream-Geschäft. „Auch die kommenden Jahre werden schwierig für uns, aber ich bin optimistisch, dass wir die vor uns liegende Talsohle zügig durchqueren“, betont Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG.

Trotz eines nahezu konstanten Umsatzes gingen das EBITDA in den ersten drei Quartalen um 21 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro und das betriebliche Ergebnis um 30 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurück. Beim nachhaltigen Nettoergebnis – die für die Dividendenberechnung ausschlaggebende Ergebnisgröße – lag das Minus bei 44 Prozent (1,8 Milliarden Euro).

Stabiler Stromabsatz – Gasabsatz witterungsbedingt rückläufig

In den ersten drei Quartalen 2011 hat der RWE-Konzern 224 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom an konzernexterne Kunden geliefert, fast so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der Gasabsatz hat sich um 17 Prozent auf 227,9 Milliarden kWh verringert, denn die milde Witterung schlug sich in einem geringeren Heizwärmebedarf nieder.

Sachinvestitionen und Mitarbeiterzahl gestiegen

Auf dem Höhepunkt des größten Investitionsprogramms der Konzerngeschichte lagen die Sachinvestitionen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 bei 4,4 Milliarden Euro, rund 400 Millionen Euro höher als im Vorjahreszeitraum. Das hohe Investitionsvolumen ist auch der Grund für den Rückgang des Free Cash Flow von 405 auf 134 Millionen Euro.

Seit dem Jahresende 2010 sind 1622 zusätzliche Mitarbeiter zu RWE gekommen, davon 1151 des erstmals vollkonsolidierten Regionalversorgers NVV mit Sitz in Mönchengladbach. Die Mitarbeiter von Amprion (816) und Thyssengas (289) zählen nicht mehr zur RWE-Belegschaft.

Ausblick für 2011 bestätigt

RWE bestätigt den im August aktualisierten Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr. Das EBITDA wird um ca. 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen, das betriebliche Ergebnis ca. 25 Prozent und das nachhaltige Nettoergebnis ca. 35 Prozent. Hauptgrund für den Rückgang der Ergebnisgrößen sind die Belastungen, die aus den energiepolitischen Beschlüssen der deutschen Regierung erwachsen.


Zukunftsbezogene Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des
RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Aussagen daher nicht übernehmen.



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