Essen, 14. August 2012, RWE AGDiese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE bestätigt Prognose für 2012



  • Maßnahmenpaket wird weiterhin konsequent umgesetzt
  • Neues Programm „RWE 2015“ präzisiert
  • EBITDA und betriebliches Ergebnis um 9 Prozent gesteigert
  • Einigung mit Statoil über Gasbezugsverträge

RWE hat im ersten Halbjahr 2012 das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert. Bei nahezu konstantem Umsatz von 27,1 Mrd. Euro stieg das betriebliche Ergebnis um 9 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro, das EBITDA erhöhte sich ebenfalls um 9 Prozent auf 5 Mrd. Euro. Allerdings war die erste Jahreshälfte 2011 von Sonderbelastungen durch die politischen Entscheidungen zur Kernenergie geprägt. In der ersten Jahreshälfte 2012 sank der Stromabsatz vor allem durch die Entkonsolidierung von Amprion um 8 Prozent, der Gasabsatz ging um 11 Prozent zurück. Positiv bemerkbar machten sich die deutlich verbesserte Performance im Energiehandel sowie eine Einigung mit dem Gaslieferanten Statoil. Die Entgelte für die Statoil-Lieferungen richten sich demnach nach den aktuellen Marktbedingungen. Dadurch verringern sich für RWE aktuelle Belastungen und künftige Risiken. Das nachhaltige Nettoergebnis, die für Dividendenzahlungen von RWE entscheidende Kennzahl, blieb mit 1,7 Mrd. Euro nahezu stabil.

„Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen sind alles andere als einfach“, erläuterte RWE-Vorstandsvorsitzender Peter Terium. „Zunehmende Staatseingriffe in den Energiesektor, rückläufige Kraftwerksmargen, immer stärkerer Wettbewerb im Strom- und Gasvertrieb – dem stellen wir uns.“

Darum hatte RWE zur Stärkung der Finanzkraft bereits im August vorigen Jahres ein Maßnahmenpaket aufgelegt. Bereits abgeschlossen sind die darin vorgesehenen Kapitalmaßnahmen, die unter anderem eine Kapitalerhöhung und ein Hybridanleihen-Programm von 2 Mrd. Euro vorsahen. Auch die Absenkung der Investitionsausgaben für die nächsten Jahre – auf 4 bis maximal 5 Mrd. Euro pro Jahr – ist bereits eingeleitet. Das Verkaufsprogramm ist auf dem Weg, inzwischen hat RWE den Anteil am saarländischen Versorger VSE gesenkt und mit dem Berliner Senat eine Vereinbarung für die Übernahme des 24,95-Prozent-Anteils an Berlinwasser getroffen.

Neues Programm „RWE 2015“

Diese Anstrengungen hat RWE noch einmal verstärkt und ein neues Programm mit dem Titel „RWE 2015“ aufgelegt, das bis Ende 2014 das Ergebnis um 1 Mrd. Euro pro Jahr verbessern soll. Der größte Teil der angestrebten Effekte ist bereits mit konkreten Projekten in den operativen Gesellschaften hinterlegt, eine weitere Ergebnisverbesserung soll nun die konzernweite Standardisierung und Bündelung von Querschnittsfunktionen erbringen. Dazu prüft RWE auch eine Verlagerung oder Auslagerung bestimmter Funktionen. Über die bereits seit 2011 bekannten Maßnahmen hinaus betrifft dieses neue Programm konzernweit rund 2400 Stellen. „Diese Personalmaßnahmen sind unumgänglich, wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit von RWE erhalten wollen“, so Peter Terium, „aber wir werden sie planbar und berechenbar im Einvernehmen mit der Arbeitnehmerseite umsetzen.“

Europäische Stromerzeugung unter einem Dach

Den grundlegenden Veränderungen auf dem europäischen Stromerzeugungsmarkt will RWE mit einer pan-europäischen Erzeugungsgesellschaft begegnen. Die Steinkohle- und Gaskraftwerke der RWE Power sollen in diese Gesellschaft eingebracht werden. Die Gesellschaft soll dann künftig alle konventionellen Kraftwerke der RWE Power, RWE npower und der Essent führen. In dieser neuen Struktur kann der Konzern schneller auf die rasanten Veränderungen im Strommarkt reagieren. Die Erzeugungsgesellschaft soll als Societas Europaea (SE) mit Sitz in Deutschland Anfang 2013 an den Start gehen.

Ausblick

Bei annähernd gleichbleibendem Außenumsatz und trotz geplanter Unternehmensverkäufe geht RWE für das Gesamtjahr von einer stabilen Ertragslage aus. Das EBITDA und das betriebliche Ergebnis werden voraussichtlich etwa so hoch sein wie im Vorjahr (8,5 bzw. 5,8 Mrd. Euro). Auch beim nachhaltigen Nettoergebnis wird der Konzern das Niveau von 2011 wahrscheinlich halten können (2,5 Mrd. Euro).

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des
RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Aussagen daher nicht übernehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Auf einen Blick - Eckdaten des RWE Konzerns 2012

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