Toronto/Essen, 04. September 2014, RWE InnogyDiese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

Northland Power erwirbt von RWE Innogy Mehrheitsbeteiligung am Offshore-Windpark Nordsee One, 2 & 3



  • Erste Phase Nordsee One mit 332 MW Leistung soll 2017 in Betrieb gehen.
  • Financial-Close für Nordsee One ist für das erste Halbjahr 2015 geplant, die ersten Offshore-Arbeiten sollen in 2016 starten.
  • Die weiteren Ausbaustufen Nordsee 2 und 3 befinden sich im frühen Planungsstadium und werden entsprechend der Marktkonditionen entwickelt.
  • RWE Innogy hält 15 Prozent und wird als führender Entwickler und Betreiber von Offshore-Anlagen die Projektumsetzung unterstützen.
  • Die Investitionen für Nordsee One liegen bei insgesamt 1,2 Milliarden Euro.

Nordsee One, 2 & 3 liegen rund 40 km nördlich der Insel Juist
Nordsee One, 2 & 3 liegen rund 40 km nördlich der Insel Juist

Das kanadische Unternehmen Northland Power Inc., ("Northland"), Toronto, hat heute von der RWE Innogy GmbH, Essen, eine 85 prozentige Beteiligung an drei Offshore-Windprojekten, nämlich Nordsee One, 2 und 3 erworben. Die Entwicklung des Offshore-Windparks Nordsee One, der über eine installierte Leistung von 332 Megawatt (MW) verfügen soll, ist weit fortgeschritten. Nordsee 2 und 3 befinden sich mit insgesamt 670 MW in sehr frühen Planungsstadien und werden in den kommenden Jahren entsprechend der zukünftigen Marktkonditionen und Netzinfrastruktur weiter entwickelt. Über den Kaufpreis wurde Vertraulichkeit vereinbart.

Die Projekte liegen rund 40 km nördlich der Insel Juist, erstrecken sich über ein Gebiet von ca. 100 km2 und bieten mit hohen Windgeschwindigkeiten ideale Bedingungen für Offshore-Windkraft. Die geschätzten Gesamtkosten für die erste Ausbaustufe Nordsee One belaufen sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. Nach Inbetriebnahme soll der Windpark pro Jahr mit 54 Windturbinen über 1.300 Gigawattstunden (GWh) Strom erzeugen, was dem Bedarf von 400.000 deutschen Haushalten entspricht. Offshore Wind ist eine wichtige Säule der deutschen Energiewende. Entsprechend den Plänen der Bundesregierung soll bis 2020 eine Leistung von 6.500 MW Offshore vor den deutschen Küsten installiert sein, bis 2030 soll der Wert nochmals auf 15.000 MW gestiegen sein.

Die Entwicklung von Nordsee One ist weit fortgeschritten. Der Windpark verfügt über die erforderlichen Genehmigungen und liegt hinsichtlich der mit der Umsetzung verbundenen Auflagen im Plan. Das Ausschreibungsverfahren über die Lieferung, Errichtung und Instandhaltung der Windkraftanlagen soll in Kürze abgeschlossen sein. Die Verhandlungen zu allen weiteren wesentlichen Liefer- und Errichtungsverträgen befinden sich ebenfalls kurz vor Abschluss. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichert dem Projekt eine garantierte Einspeisevergütung über rund zehn Jahre. Danach werden die Erlöse auf dem deutschen Großhandelsstrommarkt erzielt.

Für Nordsee One erwarten die Partner Northland Power und RWE Innogy die finale Investitionsentscheidung sowie Financial Close im ersten Halbjahr 2015, die ersten Offshore-Bauarbeiten sollen 2016 starten. Das Projekt soll bis Ende 2017 fertig gestellt sein.

Sean Durfy, President und Chief Development Officer von Northland Power, erläutert: „Wir freuen uns, diesen neuen Schritt des Offshore-Windausbauprogramms von Northland bekanntzugeben. Nordsee One ist weit fortgeschritten und erweitert das Offshore-Windportfolio von Northland auf 642 MW, wobei nachfolgende Phasen weiteres Wachstumspotenzial bieten. Wir freuen uns, in RWE einen Partner zu haben, der uns bei der Entwicklung und dem Bau von Nordsee One mit seiner hohen Expertise und Manpower unterstützen wird.

John Brace, CEO von Northland Power, ergänzt: „Diese Partnerschaft steht im Einklang mit Northlands Entwicklungsstrategie und unserem Anspruch, für unsere Anteilseigner nachhaltigen Wert zu schaffen. Nordsee One soll in 2017 kommerziell in Betrieb gehen und wird sich umgehend positiv auf den Cash Flow je Anteil auswirken.“

Hans Bünting, CEO von RWE Innogy, erklärt: „Die heutige Unterzeichnung ist ein wichtiger Schritt für die Realisierung des Projekts Nordsee One. Es entspricht unserer Strategie, die hohen Kosten für die Realisierung großer Offshore-Projekte mittels Partnerschaften auf mehrere Schultern zu verteilen. Nordsee One ist ein weiteres gutes Beispiel für dieses Geschäftsmodell. So können wir auch in Zeiten knapper Mittel Großprojekte realisieren. Daher werden wir auch in Zukunft Partnerschaften für weitere attraktive Projekte anbieten. Wir freuen uns, mit Northland Power einen überaus erfahrenen und zuverlässigen Partner gewonnen zu haben, um Nordsee One gemeinsam umzusetzen.“



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