Essen, 24. Oktober 2015, RWE AGDiese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

Sicherheitsbereitschaft von Braunkohlenkraftwerken trägt zu Klimazielen bei



  • Fünf RWE-Blöcke der 300-MW-Klasse in Frimmersdorf, Niederaußem und Neurath wechseln in Sicherheitsbereitschaft
  • Stromerzeugung aus rheinischer Braunkohle wird um rund 15 Prozent zurückgehen
  • Notwendiger Stellenabbau soll sozialverträglich erfolgen

In einer Eckpunktevereinbarung vom 1. Juli 2015 hat die Bundesregierung festgelegt, dass die deutsche Braunkohlenwirtschaft einen zusätzlichen Beitrag zum Aktionsprogramm Klimaschutz leisten soll. Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland um 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. In der Braunkohle sollen 12,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, in dem Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 2.700 Megawatt schrittweise für vier Jahre in eine „Sicherheitsbereitschaft“ überführt und anschließend stillgelegt werden. Hierüber hat sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit den betroffenen Unternehmen verständigt. RWE wird fünf Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtkapazität von rund 1.500 MW in die Sicherheitsbereitschaft stellen. Das Unternehmen betreibt im rheinischen Braunkohlenrevier Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt gut 10.000 MW.

„Mit der jetzt gefundenen Lösung werden unsere Braunkohlenkraftwerke einen großen Anteil zu der zusätzlichen CO2-Minderung von 12,5 Millionen Tonnen beisteuern. Zugleich bedeutet das aber einen tiefen Einschnitt, der unserem Unternehmen und unseren Mitarbeitern eine Menge abverlangt. Schließlich wird unsere Stromerzeugung aus rheinischer Braunkohle um rund 15 Prozent zurückgehen“, erklärt Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der RWE AG. Terium weiter: „Für uns steht außer Frage, dass wir die Energiewende konstruktiv mitgestalten. Dieser Wandel muss ohne Strukturbrüche erfolgen. Er darf Unternehmen, deren Beschäftigte und die betroffenen Regionen nicht überfordern.“
Die Regelung sieht vor, dass zwischen 2016 und 2019 Braunkohlenblöcke für jeweils vier Jahre vom Netz genommen werden. Sie sollen nur noch als letzte und befristete Absicherung der Stromversorgung abgerufen werden können. Die Blöcke werden in den vier Jahren mit dem hierfür notwendigen qualifizierten Personal betriebsbereit gehalten. Die Regeln für das technische Einsatzkonzept und die Vergütung für diese Notfallbereithaltung wird die Bundesregierung gesetzlich verankern.

Die Sicherheitsbereitschaft der von RWE gemeldeten Anlagen der 300-MW-Klasse beginnt für die Blöcke P und Q in Frimmersdorf am 1.10.2017, für die Blöcke E und F in Niederaußem am 1.10.2018 sowie für den Block C in Neurath am 1.10.2019. Nach Ablauf von jeweils vier Jahren sollen die Anlagen endgültig stillgelegt werden.

„Wir haben bei der Auswahl der Kraftwerksblöcke alle technischen, ökonomischen und genehmigungsrechtlichen Aspekte sorgfältig gegeneinander abgewogen; auch regionalwirtschaftliche Auswirkungen sind berücksichtigt worden. Wichtig war uns die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der verbleibenden Blöcke, der Standorte und Tagebaue. Auch die Möglichkeit, den Wandel für unsere Mitarbeiter sozialverträglich und fair zu gestalten, war ein bedeutender Faktor“, erläutert Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG.


Für Rückfragen:

Dr. Peter Heinacher
RWE AG
Leiter Corporate Affairs
T + 49 201/12-15596

Stephanie Schunck
RWE Power AG
Leiterin Unternehmenskommunikation
T +49 201/12-22088



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