Hamburg, 04. August 2010, RWE Innogy GmbHDiese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE Innogy vergibt Auftrag für Offshore-Seekabel an ABB



  • 63 Kilometer Unterwasserkabel für Offshore-Windpark „Nordsee Ost“
  • Vorbereitungen zum Bau des Windparks im Zeitplan

RWE Innogy und ABB haben heute einen Vertrag zur Lieferung von Unterwasserkabel für den Offshore-Windpark „Nordsee Ost“ unterzeichnet. Insgesamt wird ABB rund 63 Kilometer Seekabel liefern. Damit werden die 48 Windturbinen des Windparks untereinander vernetzt und mit einem Umspannwerk auf See verbunden. Gefertigt wird das Unterseekabel von einem ABB-Tochterunternehmen in Schweden. Der Auftragswert liegt bei rund 10 Millionen Euro.

Prof. Martin Skiba, Leiter Offshore-Wind bei RWE Innogy: „Wir liegen mit den Vorbereitungen zum Bau unseres ersten deutschen Offshore-Windparks gut im Zeitplan. Mit Turbinen, Fundamenten und Kabeln haben wir uns die wesentlichen Komponenten nun gesichert und können mit den Bauarbeiten auf See wie geplant im Herbst des nächsten Jahres beginnen.“

Die von RWE Innogy bestellten 33 Kilovolt Unterwasserkabel haben einen Durchmesser von bis zu 16 Zentimetern. Eine besonders robuste Ummantelung schützt sie vor den extremen Anforderungen auf hoher See, wie Korrosion oder Abrieb durch Gezeiten und Wellen. Gleichzeitig garantieren sie ein Maximum an Energieübertragung über große Entfernungen. Die Installation dieser Hochleistungsstromverbindungen wird von speziellen Kabelleger-Schiffen durchgeführt.

Basishafen für den Bau des Windparks „Nordsee Ost“ wird Bremerhaven sein. Von hier aus sollen die 48 Windkraftanlagen auf See gebracht und rund 33 Kilometer nordöstlich von Helgoland installiert werden. Ausgeführt werden die Arbeiten von einem der weltweit größten Offshore-Konstruktionsschiffe. RWE Innogy hat den Bau von zwei dieser Schiffe mit einem Investitionsvolumen von je 100 Millionen Euro bei einer koreanischen Werft in Auftrag gegeben. Die Windkraftanlagen der 6-Megawattklasse hat RWE Innogy bei dem Turbinenhersteller REpower Systems geordert. Bereits Mitte 2012 sollen die ersten Windturbinen Strom produzieren. Die vollständige Fertigstellung des Windparks „Nordsee Ost“ ist für 2013 geplant. Ab dann wird das Windkraftwerk mit einer installierten Leistung von 295 Megawatt (MW) jährlich umgerechnet rund 295.000 Haushalte in Deutschland mit Strom versorgen.

Neben dem Windpark „Nordsee Ost“ entwickelt RWE Innogy in deutschen Gewässern den Offshore-Windpark „Innogy Nordsee 1“. Dieses Windkraftwerk ist mit rund 960 Megawatt installierter Leistung der größte geplante Offshore-Windpark vor der deutschen Küste. Er soll 40 Kilometer nördlich der Nordseeinsel Juist auf einer Fläche von rund 150 Quadratkilometern entstehen.

Vor der Nordküste von Wales betreibt RWE Innogy bereits die Offshore-Windparks North Hoyle (60 MW) und Rhyl Flats (90 MW). Die Bauentscheidung über die Errichtung eines dritten Windkraftwerks vor Wales, Gwynt y Môr (576 MW), wurde vor kurzem getroffen. Darüber hinaus ist das Unternehmen derzeit am Bau des 504 MW Windkraftwerks Greater Gabbard vor der Südostküste Englands mit 50 Prozent beteiligt. Weitere Großprojekte in Großbritannien wie Triton Knoll (1.200 MW), Atlantic Array (1.500 MW), Galloper (500 MW) und Dogger Bank (rund 9.000 MW) entwickelt RWE Innogy derzeit allein oder mit Partnern. In Belgien ist das Unternehmen darüber hinaus am Windpark Thornton Bank beteiligt, der in seiner ersten Ausbaustufe (30 MW) bereits im kommerziellen Betrieb ist, und entwickelt in den Niederlanden das Offshore-Windprojekt Tromp Binnen (300 MW).



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