Essen/Köln, 01. August 2012, RWE Power AG

Kraftwerksbaustelle Westfalen in Hamm erreicht Meilenstein: Kessel besteht Druckprobe



  • Entscheidender Schritt für die Inbetriebnahme der Anlage gemacht
  • 340 Kilometer Leitungen mit 56.000 Schweißnähten im Dampferzeuger im Einsatz

Rohre aus innerem des Kessels
Rohre aus innerem des Kessels

Beim Bau der beiden neuen Steinkohleblöcke des Kraftwerks Westfalen ist ein Meilenstein erreicht worden: Der Dampfkessel von Block D, das Herzstück der Anlage, hat die gesetzlich vorgeschriebene Druckprobe bestanden. „Wir haben den Kesseldruck mit Hilfe von 450 Kubik-metern Wasser auf 526 bar hochgefahren – das ist weit mehr als der reguläre Betriebsdruck von 284 bar“, erläutert Dr. Stefan Laarmann, Leiter des Kraftwerks Westfalen. Die rund 56.000 auf der Baustelle gefertigten Schweißnähte der Kesselrohrleitungen haben sich selbst bei diesen „übernormalen“ Druckverhältnissen bewährt. Neben hohem Druck sind sie auch für Temperaturen von über 600 Grad Celsius im Kraftwerksbetrieb ausgelegt. Hintereinander gelegt würden die verarbeiteten Leitungen übrigens eine Länge von etwa 340 Kilometern ergeben; das entspricht der Strecke Hamm – Hamburg.

„Die Schweißer und das gesamte Team haben am Dampferzeuger sehr gute Arbeit geleistet“, freut sich Laarmann. Die bestandene Prüfung, zusätzlich zu den bisherigen Qualitätskontrollen hat bewiesen, dass die Spezialisten mit hoher Präzision gearbeitet haben. „Wir haben einen weiteren entscheidenden Schritt für die Inbetriebnahme des Kraftwerks gemacht”, fasst Laarmann die Aktion zusammen.

Druckprobe in Block D (hinterer Block)
Druckprobe in Block D (hinterer Block)

Zurzeit sind mehr als 2.500 Arbeitskräfte auf der Baustelle in Hamm-Uentrop tätig. Seit der Grundsteinlegung vor vier Jahren haben dort schon mehr als 30.000 Menschen an den verschiedenen Gewerken gearbeitet. Mit einem Investment von 2,4 Milliarden Euro setzt das Kraftwerksprojekt, das RWE Power gemeinsam mit 23 Stadtwerkepartnern (GEKKO) realisiert, wichtige Impulse für Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Block D der Doppelblockanlage soll Ende 2013 ans Netz gehen, Block E dann zeitnah folgen. Sie erreichen zusammen eine maximale Leistung von 1.600 Megawatt. Mit einem Wirkungsgrad von 46 Prozent werden sie gegenüber dem bisherigen Durchschnitt deutscher steinkohlegefeuerter Kraftwerke eine um circa 20 Prozent geringere spezifische CO2-Emission aufweisen; das sind 2,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger pro Jahr.

Durch den Einsatz modernster Technik kann die Stromproduktion sehr variabel erhöht oder reduziert werden: in jedem Block um 22 Megawatt pro Minute. Damit wäre pro Minute der Ausfall von etwa 20 Onshore-Windrädern zu kompensieren. Stefan Laarmann: „Das macht unser Kraftwerk zu einem wichtigen Partner der erneuerbaren Energien und der Energiewende.“

Für Rückfragen:
Laura Hoeboer
Presse RWE Power AG
T 0201/12-22342



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