RWE Dea hat die Seismik vor der turkmenischen Westküste nach knapp vier Monaten erfolgreich beendet. Erstmalig wurde in diesem Gebiet eine 3D-Seismik, übergehend von Land in den Flachwasserbereich (transition zone seismic), durchgeführt.

Vibratoren im Einsatz
Rund 400 Quadratkilometer wurden im Rahmen der seismischen Messungen akquiriert. Seit Mitte April dieses Jahres war ein insgesamt 400 Personen starker Messtrupp mit Spezialschiffen und -fahrzeugen unterwegs, um detaillierte Erkenntnisse über Kohlenwasserstofflagerstätten im Lizenzgebiet Block 23 von RWE Dea zu erhalten.
“Wir freuen uns besonders über die hohe Qualität der gewonnen Daten, die es uns erlauben wird, ein aussagekräftiges Bild über das untersuchte Gebiet zu erstellen“, erläutert Dr. Werner Schwarzhans, Senior Vice President Exploration RWE Dea AG. Über 20.000 seismische Registrierungen wurden durchgeführt, die nun bearbeitet werden.
In einem nächsten Schritt befassen sich Geologen und Geophyiker der RWE Dea in Hamburg mit der Interpretation der bearbeiteten Daten. „Dieser Prozess wird mehrere Monate in Anspruch nehmen, bevor wir detaillierte Aussagen über Strukturen und ihre Lage im Untergrund erhalten“, so Schwarzhans.

Einsatz von Luftpulsern im Wasser
An der turkmenischen Küste war es die erste dreidimensionale Seismik, übergehend von Land in den Flachwasserbereich. Dabei wurden Messkabel mit Empfängern nahtlos von Land bis zu zehn Kilometer in den Flachwasserbereich verlegt. Als seismische Quellen wurden im Wasser Luftpulser eingesetzt, während an Land das Vibroseis-Verfahren zum Einsatz kam. Zu den seismischen Messungen gehörte neben der Erfassung von 3D-Daten auch ein 2D-Programm zur Bewertung des weiteren Explorationspotenzials. Mit der Seismik erkundete RWE Dea in 3.000 bis 6.500 Meter Tiefe geologische Strukturen in den Gesteinsschichten Miozän und Pliozän. Den Seismik-Aktivitäten von RWE Dea ging eine umfangreiche Umweltstudie voraus.
Die Region um das Kapische Meer wird zukünftig eine wichtige Rolle für die Sicherung der europäischen Energieversorung spielen und ist auch für RWE Dea von großer Bedeutung. Die Lizenz Block 23 in Turkmenistan wurde RWE Dea 2009 im Rahmen eines Production Sharing Contracts (PSC) zugeteilt.
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Hintergrundinformationen
Die RWE Dea AG Turkmenistan Branch wurde im Oktober 2009 gegründet und hat ihren Sitz in der Hauptstadt Aschgabat.
Die RWE Dea AG mit Sitz in Hamburg ist eine international tätige Explorations- und Produktionsgesellschaft für Erdgas und Rohöl. Das Unternehmen verfügt über modernste Bohr- und Fördertechniken und bringt langjährige Erfahrung in seine Aktivitäten ein. In den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz hat RWE Dea Maßstäbe gesetzt.
RWE Dea ist an Förderanlagen und Gewinnungsberechtigungen in Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Dänemark und Ägypten beteiligt und verfügt über Explorationserlaubnisse in Algerien, Irland, Libyen, Mauretanien, Polen, Trinidad und Tobago und Turkmenistan. In Deutschland betreibt RWE Dea darüber hinaus große unterirdische Erdgasspeicher. RWE Dea gehört zur RWE-Gruppe, einem der größten Energieversorgungsunternehmen Europas.