Essen/Köln/Hamm, 21. Dezember 2012, RWE Power AG

Erstes Feuer im Kessel gezündet: weiterer großer Schritt für den Bau des Kraftwerks Westfalen



  • Zündölbrenner in Block D erfolgreich getestet
  • Kraftwerk wird wichtiger Partner der erneuerbaren Energien

Das erste Zündfeuer im Block D des Kraftwerks Westfalen am 20. Dezember 2012
Das erste Zündfeuer im Block D des Kraftwerks Westfalen am 20. Dezember 2012

Nächste wichtige Ausbaustufe für das im Bau befindliche Steinkohlenkraftwerk in Hamm: Die ersten von insgesamt 16 Zündölbrennern von Block D wurden jetzt erfolgreich getestet. „Mit dieser ersten Zündung rückt die Fertigstellung des Kraftwerks einen großen Schritt näher“, freut sich Kraftwerksleiter Dr. Stefan Laarmann. „Die Inbetriebnahme-Mannschaft und das gesamte Team der Bauleitung haben einen weiteren entscheidenden Schritt für die Inbetriebnahme des Kraftwerks getan”, fasst Laarmann die Aktion zusammen.

Ölbrenner werden für das Anfahren der Steinkohlenblöcke benötigt. „Bevor wir den Block mit Kohle feuern können, brauchen wir eine Brennraumtemperatur von rund 650 Grad Celsius, um die Steinkohle zu zünden“, erläutert Laarmann. Damit die Zündölbrenner die Steinkohle sicher zünden, befinden sie sich in unmittelbarer Nähe der Kohlenstaubbrenner. Die Ölbrenner sind mit einer Hightech-Sicherheitsausrüstung bestückt. Dazu gehört eine vollautomatische Zündeinrichtung, ein Flammwächter ebenso wie eine Messeinrichtung, um die ausreichende Verbrennungsluftmenge zu überwachen. „Der positive Verlauf hat gezeigt, dass alle Anforderungen an die Brenner erfüllt sind“, betont der Kraftwerksleiter. Auf der Zentralwarte verfolgten die Mitarbeiter den Versuch gespannt an den Monitoren, so wie es auch nach der Inbetriebnahme der Fall sein wird. Von der Warte aus werden die Zündölbrenner überwacht und gesteuert.

Mit einem Investment von 2,4 Milliarden Euro setzt das Kraftwerksprojekt, das RWE Power gemeinsam mit 23 Stadtwerkepartnern (GEKKO) realisiert, wichtige Impulse für Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Block D der Doppelblockanlage soll Ende 2013 ans Netz gehen, Block E dann zeitnah folgen. Sie erreichen zusammen eine maximale Leistung von 1.600 Megawatt. Mit einem Wirkungsgrad von 46 Prozent werden sie gegenüber dem bisherigen Durchschnitt deutscher steinkohlegefeuerter Kraftwerke eine um circa 20 Prozent geringere spezifische CO2-Emission aufweisen; das sind 2,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger pro Jahr. Durch den Einsatz modernster Technik kann die Stromproduktion sehr variabel erhöht oder reduziert werden: in jedem Block um 22 Megawatt pro Minute. Stefan Laarmann: „Damit kann die Anlage pro Minute den Ausfall von rund 20 großen Onshore-Windrädern kompensieren. Das macht unser Kraftwerk zu einem wichtigen Partner der erneuerbaren Energien und der Energiewende.“

Für Rückfragen:
André Bauguitte
Presse RWE Power AG
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