Patric Zapp

 

Meine Entscheidung für RWE

Vor meinem Start in der Sparte Tagebaue von RWE habe ich Elektro- und Informationstechnik an der Ruhr-Universität Bochum studiert.

Über meinen Studienfreund (ebenfalls Führungskraft bei RWE) bin ich auf das spannende Umfeld im Tagebaubereich aufmerksam geworden. Mir gefiel der Gedanke, als Trainee bei RWE zu beginnen, unterschiedliche Unternehmensbereiche kennenzulernen und so optimal auf zukünftige Aufgaben vorbereitet zu werden. Außerdem hat mich die Möglichkeit begeistert, bei der „Energiegewinnung“ in den größten Tagebauen Europas mitwirken zu können

Weiterentwicklung ist Programm

Mit dem Traineeprogramm starteten unglaublich spannende neun Monate im Tagebau Hambach (nahe Köln). Die mir übertragenen Projekte plante und koordinierte ich, sprach mit dem Außenbetrieb Umsetzungsdetails ab und konnte die Ergebnisse direkt vor Ort sehen. Ein typischer Arbeitsalltag: Morgens im Büro die letzten Details am Rechner checken, ab in die Arbeitskleidung und mit dem Geländewagen in den Tagebau…

Nach dem Traineeprogramm sollen Aufgaben und Standort gewechselt werden und so wurde ich Projektingenieur für Prozessdatenverarbeitung im Ingenieurdienstleistungszentrum.

Nach 2,5 Jahren äußerte ich den Wunsch, mich zu verändern und einen weiteren Bereich kennenzulernen. Meine damalige Führungskraft, heute ein guter Freund, war bekannt dafür, dass er junge Talente förderte. Auch wenn ein reger Wechsel in seiner Abteilung einen gewissen Aufwand bedeutete, stand die Weiterentwicklung im Vordergrund.

Wenige Monate später wechselte ich in den Bereich E-Technik Förderanlagen, welcher sich mit Instandsetzungs- sowie Automatisierungsprojekten der Großgeräte beschäftigt. Mein persönlicher Ritterschlag war, dass man mir DAS Leuchtturmprojekt zur Großgeräteautomatisierung anvertraute und dies mit 31 Jahren…

Während dieser Zeit habe ich unglaublich viel gelernt und genoss den Rückhalt der Menschen um mich herum. Ein tolles Gefühl. Zusammenhalt und gemeinsam Themen zum Erfolg bringen sind bei RWE ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Ende 2015 bekam ich dann einen überraschenden Anruf, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich zum 1. März zurück in den Tagebau gehe und die Leitung der E-technischen Instandhaltung der Förderanlagen übernehme. Puh… da musste ich durchatmen. Man redet schnell über Verantwortung, aber den Erfolg für Projekte sicherzustellen ist eine Sache, hingegen in operativer Verantwortung dafür Sorge zu tragen, dass 120 Kollegen gesund wieder nach Hause gehen – eine riesen Herausforderung.

Ich habe mich gefragt, wie mich die Kollegen aufnehmen, da ich in sehr jungem Alter diesen großen Bereich übertragen bekam… ich erinnere mich noch gut, wie demütig ich diesen Tag startete.

Zwei Jahre lenkte ich die Geschicke der Abteilung. Das operative Geschäft mit Förderung rund um die Uhr an 365 Tagen war jeden Tag anders. Eine ganz neue Erfahrung. Aber genau diese Abwechslung und Verantwortung für das Team und das Unternehmen haben mich jeden Tag für die Arbeit begeistert.

Netzwerken und Weiterbildung

Durch das Traineeprogramm, diverse Weiterbildungen sowie Führungskräfteentwicklungsprogramme, habe ich ein unglaubliches Netzwerk aufgebaut. Dies hat mir bei verschiedenen Themenfeldern sehr geholfen, denn ich kannte die richtigen Leute und so habe ich Unterstützung zur Lösung bekommen.

Meine Karrieretreiber

Wertschätzender Umgang mit Kollegen, das Hinterfragen und nichts als Gegeben hinzunehmen sowie das anhaltende Bestreben sich entwickeln und lernen zu wollen waren sicherlich Karrieretreiber. Am Wertvollsten empfand ich das Feedback durch meine Mentoren und die Selbstreflexion, wodurch die eigene Entwicklung erst ermöglicht wird.

Schlussendlich muss man aber auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, dies zu verstehen und zu akzeptieren war ein wesentlicher Baustein.  

Mein Fazit

Dank meiner Arbeit in unterschiedlichen Bereichen sowie übergreifenden Projekten mit interdisziplinären Teams kann ich heute Problemstellungen differenziert betrachten und effektiver lösen – sowie aktiv bei der Unternehmensgestaltung mitwirken. Dabei ist ein Netzwerk entstanden, das stets sehr hilfreich ist.

Alles in allem sind das hervorragende Voraussetzungen für meine aktuellen Aufgaben und neue Herausforderungen. Ein Unternehmen mit tollen Menschen und tollen Möglichkeiten.