Vom nachhaltigen Umgang mit Wasser
Die Deutschen verbrauchen pro Kopf und Tag rund 120 Liter Wasser – fürs Duschen, Spülen, Kochen und andere Dinge. Zählt man das sogenannte virtuelle Wasser hinzu, steigt unser Pro-Kopf-Verbrauch schnell auf 4.000 Liter pro Tag an. Denn auch bei der Herstellung von Lebensmitteln, Kleidung und anderen Waren des täglichen Bedarfs ist Wasser im Spiel. Ein Beispiel: In jeder Tasse Kaffee, die wir trinken, stecken rund 140 Liter virtuelles Wasser. So viel ist nötig, um die entsprechende Menge Kaffeebohnen anzubauen und zu verarbeiten.
Auf diese Zusammenhänge und die Verantwortung jedes Einzelnen, die Ressource Wasser nachhaltig zu nutzen, macht das Aquarius Wassermuseum in Mühlheim an der Ruhr aufmerksam. Auf einer begehbaren Weltkarte erfahren die Besucher, wo und in welchen Mengen Wasser benötigt wird, um bestimmte Produkte herzustellen. Mittels einer Chipkarte können sie diese Produkte auch virtuell kaufen. Dabei hinterlassen sie auf der Weltkarte jeweils einen Wasserfußabdruck. Am Ende wird die Menge virtuellen Wassers im Warenkorb untersucht. Die Museumsbesucher können dadurch ihr eigenes Konsumverhalten reflektieren und gegebenenfalls ändern.
Die Eröffnung des Ausstellungsbereichs „Virtuelles Wasser“ im Aquarius Wassermuseum wurde übrigens von einer Aktion des Nürnberger Konzeptkünstlers und Bildhauers Ottmar Hörl begleitet. Im Juni 2010 stellte er 300 lebensgroße Seelöwen aus schwarzem Plastik vor dem Museum auf. Die Besucher konnten die von RWE gesponserte Multiple-Installation begehen, die Objekte berühren und am Ende sogar mitnehmen.
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