Einblicke in die Geschichte der Elektrizität
1928 nahmen die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen in Recklinghausen ein Umspannwerk in Betrieb. Heute beherbergt das denkmalgeschützte Gebäude das Museum Strom und Leben von RWE. Es zeigt auf 2.000 Quadratmetern die Geschichte der Elektrizität. Die Besucher erfahren, wie die Elektrifizierung als Teil der „Zweiten Industriellen Revolution“ seit etwa 1880 Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur verändert hat. Innerhalb eines halben Jahrhunderts wurde Strom vom Luxusartikel zur Selbstverständlichkeit für nahezu jeden Menschen in Europa.
Historisch setzt die Dauerausstellung im ehemaligen Umspannwerk Recklinghausen jedoch weit früher an: bei den ersten Überlegungen zu den Phänomenen Elektrizität und Magnetismus in der Antike. Danach führt der Weg über die Entdeckung naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten im 17. und 18. Jahrhundert und die Entwicklung der ersten Magneten im 19. Jahrhundert bis zu frühen praktischen Anwendungen des elektrischen Lichts. Ausstellungsstücke wie eine Dampfmaschine, eine Wasserturbine, ein elektrisches Klavier, ein Kino und eine alte Straßenbahn aus den 1930er-Jahren veranschaulichen dabei die enorme Bedeutung von Elektrizität.
In seinen Sonderausstellungen setzt das Museum Strom und Leben zusätzlich Akzente. So zeichnete es unter dem Titel „elektrisierend! Werbung für Strom. 1890 bis 2010“ die 120-jährige Geschichte der Stromwerbung nach. Die Plakate von Künstlern und Grafikern wie Ludwig Hohlwein oder Julius Klinger stammten aus der eigenen Sammlung. In Kooperation mit dem Historischen Konzernarchiv RWE war von Oktober 2010 bis Januar 2011 die Ausstellung „Revier unter Strom“ zu sehen. Historische Fotografien zeigten, wie Elektrizität Industrie, Gewerbe und das private Leben im Ruhrgebiet verändert hat.
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