Vom Brauerturm zum modernen Kunst- und Kulturzentrum

Es ist das Wahrzeichen Dortmunds: das ehemalige Gär- und Lagerhochhaus der Union-Brauerei. Auf dem Dach des denkmalgeschützten Gebäudes ragt weithin sichtbar ein neun Meter hohes U empor. Im Jahr 2008 wurde das U gründlich gereinigt und mit Blattgold vor der Verwitterung geschützt. Seit Mai 2010 steht der von der Stadt Dortmund zum modernen Kunst- und Kreativzentrum umgebaute Brauereiturm auch wieder den Dortmundern und ihren Besuchern offen. Auf insgesamt sieben Etagen bieten Hochschulprojekte, Kulturveranstaltungen und Tagungen, ein Museum, raumgreifende Installationen, eine Lounge und ein Restaurant vielfältige Möglichkeiten für Austausch, Begegnung und Inspiration.

Hauptattraktion ist das Museum Ostwall, das im Dortmunder U eine neue Heimat gefunden hat. Auf zwei Etagen ist die sogenannte Dortmunder Sammlung zu sehen, die Gemälde, Skulpturen, Objekte und Fotos des 20. Jahrhunderts sowie mehr als 2.500 grafische Blätter aus der klassischen Moderne bis zur Gegenwart umfasst. Hier sind 35 Arbeiten des Malers Alexej von Jawlensky zu sehen. Auch die Skulpturen von Mailloi, Lehmbruck, Archipenko, Moore, Calder, Wotruba, Arp, Spangnulo sowie des Dortmunder Bildhauers Bernhard Hoetger haben in den neuen Räumen Platz. Ein weiteres Kunsthighlight im Dortmunder U sind die in das Gebäude integrierten, großflächigen Video- und LED-Installationen von Adolf Winkelmann. Der Regisseur und Professor für Film-Design hat „Fliegende Bilder“ geschaffen, die einen ungewöhnlichen Blick auf das Ruhrgebiet und seine Bewohner wagen.

Als einer der Partner des von der Stadt Dortmund betriebenen Kulturprojekts hat RWE im Erdgeschoss des Dortmunder U einen kinotauglichen Veranstaltungsraum für fast zweihundert Personen eingerichtet. Das RWE Forum dient einerseits den Kultur- und Hochschuleinrichtungen im U als Ort für Vortrags- oder Filmveranstaltungen, andererseits versteht es sich als Kino mit einem eigenständigen, regelmäßigen Programm für die Dortmunder Öffentlichkeit.

 

Fliegende Bilder

Adolf Winkelmann hat Filme gedreht, die ihm den Deutschen Fernsehpreis, einen Bambi und die Goldene Kamera einbrachten. Der Regisseur und Professor für Film-Design hat zur Eröffnung des Dortmunder U „Fliegende Bilder“ geschaffen.

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