Radeln am Kunstpfad Ruhr

230 Kilometer schlängelt sich der Ruhrtalradweg von der Quelle der Ruhr bis zu ihrer Mündung in den Rhein. Radwanderer erleben eine Kulturlandschaft, die in gleichem Maße von Wald und Heide geprägt ist wie von Fördertürmen und Hochöfen. Im Kulturhauptstadtjahr 2010 ist die junge Kunst dazugekommen.

Hier bilden Kraftwerke Landmarken zwischen Feldern und Wiesen. Dort ragen Burgen und Fachwerkhäuser auf. Der Ruhrtalradweg zwischen dem sauerländischen Winterberg und Duisburg hat in den vergangenen Jahren viele Freunde gewonnen. Jetzt machte ihn RWE zu einem Highlight des Kulturhauptstadtjahres.

Der Energieversorger hatte einen Wettbewerb für Studierende regionaler Kunsthochschulen ausgeschrieben. Die jungen Künstlerinnen und Künstler waren aufgefordert, technische Einrichtungen von RWE entlang des Radweges auf originelle Weise zu gestalten. Vom Versorgungshäuschen bis zum Pumpspeicherkraftwerk, vom Strommast bis zur Umspannstation – Energie gehört zum Landschaftsbild an der Ruhr.

Die Kunst als verbindendes Element zwischen Natur und Technik eröffnet ungewohnte Sichtweisen auf das Thema „Energie“. Die Kunstwerke entschleunigen die Radler etwas, lassen sie schauen und staunen. Vielleicht stellt der eine oder die andere sich neue Fragen: Was bedeutet Energie für mich? Welche Bedeutung hat das Wasser der Ruhr für den Strom der Region? Wie wird Energie erzeugt, umgewandelt, transportiert? Technik und Kunst in einer ganz besonderen Landschaft neu erfahrbar zu machen – dies strebt der Kunstpfad Ruhr an.

Wettbewerb

Anfang 2009 rief RWE Kunst- und Designstudenten der Region zu einem Ideenwettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Ruhrtalradwegs auf. Als verbindendes Element zwischen Natur, Industrie und Sozialgeschichte sollten Kunstwerke entstehen, die in direktem Bezug zu den technischen Wegmarken stehen.

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