Hoch hinaus an historischen Orten
Neun Tage lang schwebten rund 350 große gelbe Heliumballons bis zu 80m hoch über ehemaligen Schachtanlagen. Ziel der spektakulären Kunstinstallation war es, den Wandel in der Region für alle sicht- und erfahrbar zu machen. „SchachtZeichen“ erinnerte aber auch an die Wurzeln des Ruhrgebiets: Die Ballone markierten jene Orte, an denen ehemals Kohlevorräte erschlossen und gefördert wurden – und auf denen Industrialisierung, Migration, Siedlungsentwicklung und wirtschaftlicher Wohlstand im Ruhrgebiet aufbauten.
Auch am RWE Standort Altenessener Straße schwebte in 80 Metern Höhe ein gelber Heliumballon. Das heute mit Bürogebäuden verschiedener RWE-Unternehmen bebaute Areal blickt auf eine lange Industriegeschichte zurück. Bis 1965 förderte hier die Stinnes-Zeche Victoria Mathias Steinkohle, und zwar über 125 Jahre lang. In unmittelbarer Nachbarschaft errichtete RWE 1898 das erste Kraftwerk, das bis 1969 Strom und später auch Fernwärme lieferte.
Zu sehen waren die „SchachtZeichen“ vom 22. bis 30 Mai 2010. An zwei Nächten wurden die 350 Ballons besonders in Szene gesetzt und schwebten erleuchtet am Himmel über der Metropole Ruhr. Begleitet wurde die Ballon-Aktion durch eine öffentliche Ausstellung auf Victoria Mathias, zur Geschichte des Standortes und des Unternehmens.

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