Biotechnologische Verwertung von CO2

Kohlendioxid mit Mikroorganismen in Biomasse oder direkt zu Wertstoffen umwandeln – darum ging es in unserer Forschungskooperation mit dem Biotechnologie-Unternehmen BRAIN. Ziel war es, Mikroorganismen zu züchten und mit ihnen innovative CO2-Umwandlungs- und Synthesewege zu erforschen. Die CO2-haltigen Rauchgase aus Braunkohlenkraftwerken sollen das „Futter“ für diese „Designer-Mikroorganismen“ sein.

BRAIN ist ein führendes Unternehmen der Weißen Biotechnologie und verfügt über den Zugang zu bislang unbekannten Mikroorganismen sowie Millionen neuartiger Enzyme und Synthesewege. Aufbauend auf diesem „Werkzeugkasten der Natur“ ermöglichen Technologien der Synthetischen Biologie die Konstruktion von Mikroorganismen, mit denen sich neuartige Wege zu Produkten und Materialien aus CO2 entwickeln lassen. Im Zuge unserer Kooperation wurden solche neuartigen Mikroorganismen entwickelt und erforscht. Es geht bei der Entwicklung darum, dass die Mikroorganismen durch neue und optimierte Stoffwechselwege („Pathway-Engineering“) mehr CO2 effizienter einbinden als ihre ursprünglichen Vorgänger.

Am Ende entstehen Biomasse und industriell nutzbare Produkte wie neue Biomaterialien, Bio-Kunststoffe und chemische Zwischenprodukte. Für diese werden Anwendungsmöglichkeiten zum Beispiel als Bau- und Dämmstoff sowie zur Herstellung von Fein- und Spezialchemikalien oder auch Massenchemikalien untersucht. Neben Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bei BRAIN in Zwingenberg wurden auch Versuche im Innovationszentrum Kohle durchgeführt, bei denen das Wachstumsverhalten von Mikroorganismen im Original-Braunkohlerauchgas untersucht wurde.

 

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