Mittelplate
Die Bohr- und Förderinsel Mittelplate steht im südlichen Teil des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres, das als Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer seit 1985 unter Schutz steht. Nach Neufassung des Nationalparkgesetzes liegt die Anlage in der Schutzzone 2, die bestimmte Nutzungen des Wattenmeeres - so auch die Ölförderung im Bereich der Mittelplate - zulässt. Die Anlage nimmt einschließlich ihrer Befestigung eine Fläche von knapp 0,02 km² in Anspruch. Das gesamte Schleswig-Holsteinische Wattenmeer umfasst 4.415 km².
Von der künstlichen Insel aus werden seit Herbst 1987 die bedeutenden Ölvorkommen vor der deutschen Nordseeküste erschlossen. In mehreren ölführenden Schichten zwischen 2.000 und 3.000 Metern Tiefe lagerten ursprünglich mehr als 100 Millionen Tonnen Erdöl. Seit Produktionsbeginn wurden bereits 24 Millionen Tonnen Öl gefördert; 20 bis 25 Millionen Tonnen gelten als noch gewinnbar.
Damit ist das Ölfeld Mittelplate die größte deutsche Erdöllagerstätte. Seit Förderbeginn 1987 hat das Konsortium Mittelplate das technisch anspruchsvolles Konzept zur sicheren und umweltverträglichen Rohstoffgewinnung im sensiblen Mittelplate Fördergebiet ständig weiterentwickelt und neue Lösungen zur optimierten Suche (Exploration) und Förderung verwirklicht.
Modernste Bohrtechnik erschließt Mittelplate-Ölvorkommen
Zusätzliche Förderperspektiven eröffneten High-Tech-Bohrungen, die seit Mitte des Jahres 2000 ergänzend zum erfolgreichen Offshore-Betrieb der Bohr- und Förderinsel Mittelplate eine Ölförderung auch von Land aus ermöglichen. Mit den weit abgelenkten Bohrungen lässt sich der östliche Teil des Ölvorkommens erreichen und für eine Förderung nutzbar machen. Das geförderte Öl wird in der Landstation Dieksand aufbereitet und dann über Rohrleitungen nach Brunsbüttel zur dortigen Weiterleitung an die Abnehmer transportiert.
Der westliche, größere Teil des Ölfeldes wird weiterhin von der künstlich im Wattenmeer errichteten Insel erreicht. Aus den Landbohrungen fördert das Konsortium eine Jahresproduktion von rund 665.000 Tonnen Öl. Die jährliche Fördermenge hat sich durch den Offshore- und Onshore-Verbund damit auf insgesamt rund 1,6 Millionen Tonnen Öl erhöht. Mittelplate ist damit das mit Abstand förderstärkste Ölfeld in Deutschland.
RWE Dea als Betriebsführer
Mit dem Offshore-Feld Mittelplate ist RWE Dea als Betriebsführer für das einzige Erdölförderprojekt vor deutschen Küsten verantwortlich. Das Projekt hat in der Weltölindustrie einen ausgezeichneten Ruf. Es ist beispielhaft für eine umweltschonende Rohstoffgewinnung durch Anwendung richtungsweisender Technik. Die Mittelplate ist nicht nur förderstärkstes deutsches Ölfeld. Hier wird auch das Know-how erarbeitet und weiterentwickelt, das RWE Dea bei Exploration und Produktion weltweit einsetzen bzw. vermitteln kann.
Öl fördern, die Umwelt bewahren
Aufwändige modernste Technik, mehrfache Sicherungen in allen Arbeitsabläufen und der Einsatz erfahrener, verantwortungsbewusster Fachkräfte bilden ein optimales Sicherheitspaket und gewährleisten zuverlässigen Umweltschutz bei der Ölförderung auf der Bohr- und Förderinsel Mittelplate. Die speziell für die Bedingungen des ökologisch sensiblen Fördergebietes entwickelte Anlage hat in langjähriger Betriebszeit bewiesen, dass die Ölförderung mit dem Schutz des Wattenmeeres in Einklang zu bringen ist.
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Förderbetrieb Holstein
Betrieb Mittelplate
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