Porenspeicher

Für die sichere Einlagerung großer Erdgasmengen eignen sich besonders gut unterirdische Porenspeicher wie die Gasspeicher Wolfersberg, Inzenham-West und Breitbrunn/Eggstätt. In den Poren und Klüften unterirdischer Kalk- und Sandsteinschichten sammelte sich vor Millionen von Jahren Erdgas, das in den 60er und 70er Jahren gefördert wurde. Heute wird dort Erdgas eingelagert, das bei Bedarf jederzeit für den Verbrauch wieder zur Verfügung steht. Porenspeicher sind natürliche Lagerstätten. Ihre Dichtigkeit haben sie über den langen Zeitraum von Jahrmillionen bewiesen.

 

Horizontalbohrung


I. Bohren

ZoomDie Bohrungen werden mit modernster Technik abgelenkt oder sogar horizontal in die tiefen Schichten geführt. Die oben eng beieinander liegenden Bohrungen verlaufen folglich mit zunehmender Tiefe immer weiter auseinander und erschließen die Lagerstätte großflächig. Dadurch entsteht eine gute Injektions- und Entnahmekapazität. Im Vergleich zum vertikalen Bohren steigert der horizontale Verlauf des Bohrloches im Speichergestein die Förderkapazität um das Dreifache.
Die Bohrungen werden teleskopartig abgeteuft. Zur Stabilisierung und Abdichtung des Bohrlochs erfolgt abschnittsweise der Einbau von Futterrohren. Anschließend wird der Ringraum bis zum umgebenden Gebirge mit Zement ausgefüllt.


II. Komplettieren

Für das Einpressen bzw. das Fördern des eingelagerten Erdgases erfolgt der Einbau von Steigrohren bis hin zur Lagerstätte. Die Steigrohre werden am Ende der fertigen Bohrung mit einem Packer gegen die letzte (zementierte) Futterrohrtour abgedichtet, der Ringraum zwischen Steig- und Futterrohren mit einer Schutzflüssigkeit ausgefüllt.
In 50 bis 100 Metern Tiefe wird ein Sicherheitsabsperrventil in die Steigrohre eingebaut, das die Bohrung bei Bedarf automatisch schließt. Obertägig dichtet eine Sicherheitsarmatur am Bohrlochskopf die Bohrung ab.