Ausbau des Pumpspeicherkraftwerks Vianden

Elektrischen Strom speichern und dann abgeben, wenn die Nachfrage es kurzfristig erfordert – das ist der große Vorteil von Pumpspeicherkraftwerken.

Die Kraftwerke, die wie eine Batterie für das Stromnetz arbeiten, bestehen aus einem hoch und einem tief gelegenen Speichersee, auch Ober- und Unterbecken genannt. Eine Rohrleitung, in die eine Pumpturbine installiert ist, verbindet beide Gewässer.

Nachts – wenn weniger Strom benötigt wird und somit Kraftwerkskapazitäten verfügbar sind – wird Wasser vom unteren in den oberen Speichersee gepumpt. Bei Bedarf, zum Beispiel bei starker Stromnachfrage am Tag, kann das Wasser dann wieder herabgelassen werden, um in der Turbine den benötigten Strom zu erzeugen. Dabei steht die gesamte Leistung des Kraftwerks innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung.

RWE Power betreibt das Pumpspeicherkraftwerk Koepchenwerk in Herdecke (Leistung: rund 160 MW über 4 Stunden); mit Partnern wie SEO S.A. und Schluchseewerk AG verfügt RWE Power über weitere „Sprinter der Stromerzeugung“.

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien wächst auch die Bedeutung der Pumpspeicherkraftwerke. Denn Wind und Sonne sind nicht ständig verfügbar, so dass zur Stabilisierung des Stromnetze immer häufiger Strom eingespeist werden muss. Vor diesem Hintergrund hat die Sociéte Electrique de l’Our – kurz SEO – entschieden, das Pumpspeicherkraftwerk im luxemburgischen Vianden zu erweitern. Seit 2010 wurde das Kraftwerk um eine weitere 200-MW-Pumpturbine ausgebaut. Die Inbetriebnahme dieser Maschine 11 erfolgte in 2014. Diese erhöht die Leistung des schon vorher größten europäischen Pumpspeicherkraftwerks auf 1300 Megawatt - also die Größenordnung eines Kernkraftblocks wie Lingen oder Gundremmingen. RWE Power hält 40,3 Prozent an der SEO. Wie der technische anspruchsvolle Ausbau erfolgt, zeigen wir Ihnen hier.

Weitere Informationen auf der Website der SEO hier