Tagebau Garzweiler

Der Tagebau Garzweiler erstreckt sich westlich von Grevenbroich im Kreis Neuss bis zur Autobahn 44 (Aachen-Düsseldorf). Die Braunkohle ist dort in drei Flözen abgelagert, die zusammen durchschnittlich 40 Meter stark sind. Die Kohle liegt zwischen rund 40 und maximal 160 Metern tief unter der Erdoberfläche. Sie dient ausschließlich zur Stromerzeugung in den nahe gelegenen Kraftwerken.

Abraum wird zur Rekultivierung genutzt

Gleichzeitig bewegte der Tagebau Garzweiler jährlich gut 140 Millionen Kubikmeter Abraum, also Löß, Sand und Kies. Diese Menge wird verwendet, um bereits ausgekohlte Bereiche des eigenen Tagebaus und des südlich gelegenen ehemaligen Tagebau Frechen zu verfüllen. Teile des Abbaufeldes Frimmersdorf/Garzweiler sind heute bereits vollständig rekultiviert.

Der Tagebau Garzweiler hat mit dem Hohenholzer Graben, dem Erholungsgebiet Kasterer See, der Königshovener Mulde, der Vollrather Höhe und mit dem Elsbachtal anerkannt wertvolle Rekultivierungsgebiete als Bergbaufolgelandschaften hinterlassen. 

Abbau bis zum Jahr 2044

Zur Sicherung der Energieversorgung wurde der Tagebau Anfang 2006 in westlicher Richtung nahtlos in das 48 Quadratkilometer große Anschlussfeld Garzweiler II fortgeführt. Dort lagern in maximal 210 Metern Tiefe 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle, die bis 2044 abgebaut werden sollen und rund 40% der rheinischen Braunkohlenförderung ausmachen.

Neues Drehkreuz für Massentransporte

Im Zuge des Übergangs in das Anschlussfeld hat die RWE Power AG auf der Höhe des Autobahndreiecks Jackerath und damit im Südwesten des Abbaufeldes einen neuen Bandsammelpunkt errichtet. Er ist das Drehkreuz für die Massentransporte innerhalb des Tagebaus und der Angelpunkt für die weitere Entwicklung: Der Tagebau wird in einem großen Flügel nach Westen aufgeschwenkt und dabei auch die frühere Trasse der Autobahn A 44 abtragen.

Ersatzweise wurde die in diesem Bereich fast parallel verlaufende A 61 vom Kreuz Wanlo bis zum Knotenpunkt Jackerath auf sechs Spuren erweitert.

Wald unserer Zukunft

Unter dem Motto „Wald unserer Zukunft“ haben Auszubildende und Teilnehmer der Qualifizierungsinitiative „Ich pack' das!“ rund 1.000 Bäume auf dem Rekultivierungsgelände des Tagebau Garzweiler gepflanzt. Darunter waren über 600 Nachwuchskräfte aus dem rheinischen Revier, die damit ihren Einsatz für den Klimaschutz dokumentieren wollten.

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Daten, Zahlen, Fakten:

Tagebau Garzweiler I in Zahlen

Grösse des Abbaufeldeskm²66
Verhältnis Abraum zu Kohle2,5:1

 

Belegschaft

Anzahl der Mitarbeiter

1.725

davon Auszubildende

150

 

Tagebau Garzweiler II in Zahlen

Grösse des Abbaufeldeskm²

48

KohlevorratMrd. t

1,3

Verhältnis Abraum zu Kohle5:1
KohleförderungMio. t/a35-40
Förderbeginn

2006

Umstellung

7.600 Einwohner/13 Ortsschaften

davon nahezu abgeschlossen

2.400 Einwohner/3 Ortschaften

 

Schaufelradbagger

Anzahl

1

4

1

1
Kapazität in m³/Tag

60.000

110.000

200.000

240.000
Bedienmannschaft

4 Personen/

Schicht

4 Personen/

Schicht

4 Personen/

Schicht

4 Personen/

Schicht

max. Gesamtdienstmasse in t3.5008.00013.00013.500
Schaufelraddurchmesser in m11,717,521,621,6
Gesamtlänge in m153200212240
Gesamthöhe in m43647496

 

Absetzer

Anzahl

1

4

2
Kapazität in m³/Tag

(Ascheabsetzer) 30.000

110.000-150.000

240.000
Bedienmannschaft

2 Personen/

Schicht

3 Personen/

Schicht

3 Personen/

Schicht

max.Gesamtdienstmasse in t3002.5005.400
Auslegerlänge in m30100100
Gesamtlänge in m56155190
Gesamthöhe in m144757

 

Bandanlagen

Gesamtlängekm

ca. 66

Fördergurtbereitem2,0-2,8
Gurtgeschwindigkeitm/s6,2-7,5
das sind umgerechnetkm/h22-27

 

Rekultivierung Tagebau Garzweiler

Gesamtfläche 1907-2005km²

35,2

davon Landwirtschaftkm²

24,6

davon forstwirtschaftlichkm²

8,8

davon Wasserflächenkm²

0,4

davon sonstiges (Wege etc.)km²

1,4