Bergschäden

Die Bodenschichten der Niederrheinischen Bucht bestehen aus Löss, Kies, Sand, Ton und Braunkohle. Diese Schichten sind von Natur aus mit Grundwasser gefüllt. Zur Gewinnung der Braunkohle im Tagebau ist es erforderlich, das Grundwasser bis unter den tiefsten Punkt des Tagebaus abzupumpen. Diese Grundwasserabsenkung lässt sich nicht nur auf den Tagebau beschränken, sondern verursacht einen weiträumigen Absenkungstrichter mit dem Zentrum etwa im Raum Bergheim-Elsdorf.

Bodensenkung und Bergschäden

Wo die zu entwässernden Bodenschichten einheitlich aufgebaut sind, setzt sich als Folge der Grundwasserabsenkung die Geländeoberfläche, flächenhaft betrachtet, sehr langsam und gleichmäßig und unschädlich für bauliche Anlagen. Das ist im rheinischen Braunkohlenrevier der Regelfall. Bergschäden können nur dort auftreten, wo geologische Besonderheiten vorliegen, die eine gleichmäßige Bodensenkung verhindern. Das kann im Verlauf von so genannten tektonischen Störungen oder in Flussauen der Fall sein.

Wie zeigen sich Bergschäden? Kann man sie selbst erkennen?

Wenn an einem Gebäude Risse zum Beispiel in der Fassade oder an Innenwänden auftreten, so kann man ihre Ursache nicht ohne weiteres erkennen. Einige Anhaltspunkte gibt es allerdings, die eine grobe Unterscheidung zwischen Bergschäden und anderen Gebäudeschäden ermöglichen. So gilt im Normalfall, dass Bergschäden von dort ausgehen, wo sich der Boden bewegt − vom Fundament also.

Wenn z.B. im oberen Stockwerk eines Gebäudes Risse auftreten, das Kellergeschoss aber völlig intakt ist, spricht das nicht unbedingt für einen Bergschaden. Auch sonst gibt es eine Vielzahl von Schäden am Bau, die auf minderwertiges Material oder auf Verarbeitungsfehler zurückzuführen sind. In Zweifelsfällen ist es richtig, die RWE Power AG von dem Verdacht auf Bergschäden zu unterrichten.

Zertifiziert nach ISO 9001 für die Analyse und Regulierung von Bergschäden im Rheinischen Braunkohlenrevier

Zertifikat (PDF | 0.3 MB)