Die Route
Die Trasse hat den Verlauf, dem bereits im Winter 2001 ein Großgerätetransport folgte. Sie ist auf gerader Strecke 60 Meter, in Kurven sogar 80 Meter breit und führt überwiegend über Ackerflächen. Zu kreuzende Straßen, unterirdische Leitungen und Teile der landwirtschaftlichen Flächen werden mit Kies, Schutzvlies und so genannten Baggermatratzen aus Holz geschützt. Eventuelle Ernteausfälle und Flurschäden der Landwirte entschädigt RWE Power. Bäume und Sträucher auf dem Weg werden bei dieser Strecke so weit wie möglich verschont.
Im Frühjahr 2003 haben Teams der Tagebaue Hambach und Garzweiler mit der Planung für das Projekt begonnen. Zu den ersten Arbeiten gehörte die Sondierung der Trasse, also Untersuchungen auf Tragfähigkeit der Ackerböden. Im September 2003 hat RWE Power die Genehmigung beim Bergamt Düren, der Aufsichtsbehörde des rheinischen Braunkohlenbergbaus, beantragt. Im Rahmen des Verfahrens wurden rund 30 Behörden und Gebietskörperschaften beteiligt. Gleichzeitig galt es, sich mit den betroffenen Grundstückseigentümern über die Entschädigung einig zu werden. Außerdem legte das Unternehmen bei den Unteren Landschaftsbehörden des Rhein-Kreises Neuss und des Rhein-Erft-Kreises einen landschaftspflegerischen Begleitplan vor, der die Wiederherstellung der Trasse und Neuanpflanzungen regelt.
Im März 2004 hat das Bergamt den Großgerätetransport genehmigt; unmittelbar danach hat RWE Power begonnen, an den Kreuzungspunkten mit öffentlichen Straßen die für Rampen und Abdeckungen erforderlichen Kiesdepots anzulegen.
Besondere Aufgaben
Auf ihrem Weg zum Tagebau müssen die beiden Großgeräte viele Hindernisse kreuzen oder sehr nah passieren. An einem Wochenende Ende Juni überqueren Bagger 260 und Absetzer 744 die Autobahn 61. Sie wird voraussichtlich 19 Stunden gesperrt sein, wobei die Vorbereitung und die Räumung des Überweges weitaus mehr Zeit in Anspruch nehmen, als die eigentliche Überfahrt. Mehrere Bundes- und Landstraßen müssen gesperrt, überquert und anschließend wieder geräumt werden. Das passiert vor allem abends oder nachts, wenn möglichst wenige Fahrzeuge unterwegs sind. Die Schienen und Befestigungen der Eisenbahnstrecke Neuss/Horrem müssen mit Schotter abgedeckt werden.
Doch nicht nur der Verkehr wird umgeleitet: Die Erft wird an zwei Stellen, an denen sie von den Großgeräte überquert werden muss, mit speziellen Wasserbausteinen und Kies zugeschüttet; das Wasser fließt währenddessen durch Bypässe, die von vorangegangenen Transporten stammen und fest eingebaut sind. Selbst Hochspannungs-Freileitungen hängen zu tief für die ungewöhnlichen Fahrzeuge. Vor dem Heranrücken des Transportkonvois werden sie abgelegt, die Stromkunden werden in dieser Zeit über andere Leitungen versorgt.
Alle Querungen sind in einem strengen Zeitplan festgelegt, damit Sperrungen, Räumungen und Vorarbeiten reibungslos ablaufen können und so wenige Behinderungen wie möglich entstehen. RWE Power informiert die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig über die Termine von Sperrungen und die Umleitungsstrecken.
Die Planer des Transports und die Begleitmannschaft treffen umfangreiche Vorkehrungen, um Störungen auf ein Minimum zu begrenzen. Für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen, etwa durch starken Besucherandrang, durch Umleitungen des Straßenverkehrs oder durch Bauarbeiten, bitte RWE Power die betroffenen Bürger um Verständnis.


