Sicherheit bei Förderung
Nicht nur bei der Bohrung, auch bei der späteren Förderung ergreift RWE Dea eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen. Die verrohrte Bohrung wird für die Förderung speziell hergerichtet. Dabei steht die sichere Beherrschung der Drücke und des jeweiligen Fördermediums im Vordergrund. Alle Komponenten sind für die vorherrschenden Drücke ausgelegt und getestet:
- Abdichtelement
- Untertagesicherheitsventil
- Eruptionskreuz
- Überwachungs- und Steuersysteme
Abdichtelement
Ist eine Bohrung fertiggestellt und gereinigt, beginnt der Einbau des Förderstrangs. Dazu werden einzelne, rund 9,5 Meter lange Rohre zu einem langen Rohrstrang zusammengeschraubt. Am unteren Ende dieses Förderstrangs befindet sich ein Abdichtelement, der so genannte Packer. Dieser wird, einmal auf Position gebracht, hydraulisch gesetzt. Dabei fahren extrem belastbare Gummi-Manschetten und Keile aus, die gasdicht an die Innenwand der Rohre gepresst werden. In den entstandenen Ringraum zwischen dem Förderstrang und der Verrohrung wird eine Schutzflüssigkeit eingebracht.
Untertagesicherheitsventil
Sicherheitsvorrichtungen am Förderstrang Bei Bohrungen, in denen wegen der Druckverhältnisse Öl oder Gas auf natürliche Weise fließen, ist in rund 90 Meter Tiefe das Untertagesicherheitsventil installiert. Dabei handelt es sich um ein selbstschließendes Ventil, das im normalen Betrieb mit Hilfe einer hydraulischen Druckbeaufschlagung offen gehalten wird. Bei Wegfall des Drucks schließt es selbsttätig. Die Auslösung dieses Ventils ist in die fest verdrahteten Sicherheitsabschaltungen eingebunden. Der automatische, sichere Verschluss der Bohrung in Ausnahmesituationen ist damit sichergestellt. Von der ständig besetzten Messwarte aus können die Schnellschlussventile auch manuell bedient werden.
Eruptionskreuz
Sämtliche Rohre und auch der Förderstrang werden in einer Verflanschung abgefangen und abgedichtet. Darauf befindet sich das so genannte Eruptionskreuz, das bei der Förderung die gleiche Funktion hat wie der Blow-Out-Preventer beim Bohren. Es ist mit mehreren Schiebern ausgestattet, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Sollten das Eruptionskreuz oder angeschlossene Leitungen beschädigt werden, sorgen entweder Kontaktmanometer oder ein Druckabfall in den Steuerleitungen automatisch für das sichere Einschließen der Bohrung.
Überwachungs- und Steuersysteme
Die Förderanlagen werden durch komplexe Überwachungs- und Steuerungssysteme mehrfach abgesichert. Um Öl auch dort fördern zu können, wo es nicht mehr von allein fließen kann, kommen Tauchkreiselpumpen zum Einsatz. Sollten Abweichungen in der Förderung auftreten, schalten sich die Pumpen von selbst ab.

