Sicherheit bei Off-Shore Projekten
Ob als Betriebsführer oder als Partner - RWE Dea ist an verschiedenen Offshore-Projekten beteiligt. In Europa sind wir in der Nordsee, der Norwegischen See und der Barentssee tätig. In Nord-Afrika befinden sich unsere Aktivitäten im Mittelmeer und im Golf von Suez. Bei unseren Offshore-Projekten setzen wir zwei unterschiedliche Typen von Bohranlagen ein:
- Hubbohrinseln
- Halbtaucherbohrinseln
Hubbohrinseln (Jack-up rigs)
Hubbohrinseln stehen auf Gerüstbeinen fest auf dem Meeresboden und werden in Wassertiefen von 15 bis 100 Meter eingesetzt. Der technische Ablauf ist mit den Bedingungen für Bohrarbeiten an Land vergleichbar. Bei Hubbohrinseln befinden sich alle Sicherheitseinrichtungen oberhalb der Wasserlinie. Strömung und Wellengang haben keinen Einfluss auf die Bohrarbeiten oder auf die Stabilität der Bohrinsel. Als Betriebsführer setzen wir Hubbohrinseln derzeit in Großbritannien und Ägypten ein.
Halbtaucherbohrinseln
Halbtaucherbohrinsel Halbtaucherbohrinseln kommen bei größeren Wassertiefen zum Einsatz. Die schwimmenden Bohrinseln sind mit Ankerketten am Meeresboden gesichert. So können sie auch bei starker Meeresströmung zuverlässig über dem Bohrloch in Position gehalten werden. Die Plattform samt Bohranlage steht meistens auf sechs bis acht Beinen, die mit Pontons verbunden sind. Zum Transport werden die Ballasttanks der Pontons leer gepumpt, zum Bohren wieder mit Wasser geflutet, so dass die Anlage auf das erforderliche Niveau absinkt. Der niedrige Schwerpunkt erlaubt es diesem Bohrinseltyp, selbst unter widrigen Wetterverhältnissen relativ ruhig zu liegen. Wellenausgleichseinrichtungen am Bohrturm gleichen die Auf- und Abbewegungen der Bohranlage zusätzlich aus.
Manche Halbtaucherbohrinseln werden statt durch Anker durch einen eigenen Antrieb über dem Bohrloch auf Position gehalten. Dieser Antrieb besteht aus mehreren, um 360 Grad schwenkbaren Strahlrudern, so genannten Thrustern. Diese Art von Bohrinsel wird in großen Wassertiefen bis zu 3.000 Metern eingesetzt. Beim Bohren mit einem Halbtaucher handelt es sich um ein jahrzehntelang und weltweit erprobtes Verfahren. Ein Teil der Sicherheitseinrichtung befindet sich auf dem Meeresboden, wie etwa die Bohrlochabsperrvorrichtung. Über ein Verbindungsrohr und zwei unabhängige Kontrollleitungen ist dieser Blow-Out-Preventer mit der Plattform verbunden. Mit ihm lässt sich die Bohrung sicher verschließen.

