Protonenkracher und Sonnensuppe

Warum sieht ein knallrotes Auto im Dunkeln grau aus? Weshalb werden Sonnenstrahlen auf ihrem weiten Weg durchs All nicht kalt? Und wie lassen sie sich in Strom umwandeln? Eine Ausstellung im mondo mio! Kindermuseum Dortmund beantwortete im Sommer 2010 knifflige Fragen zu Sonne, Licht und Energie. Unter dem Motto „Here Comes the Sun“ konnten die Jungen und Mädchen erfahren, dass es ohne die Sonne weder Farben und Leben noch Wind und Wetter gäbe.

Gut 7.000 Besucher kamen zwischen 15. Juli und 28. August 2010 in die Ausstellung, deutlich mehr als die Hälfte waren Kinder. Die Jungen und Mädchen spielten am Energiekicker mit der Sonne um die Wette und brachten solargesteuerte Insekten zum Zirpen. In multimedialen Wissenskisten fanden sie grundlegende Informationen über das Zentralgestirn unseres Planetensystems: Wie groß, wie alt, wie heiß ist die Sonne? Woraus besteht sie? Außerdem konnten sich die Kinder mit der Computeranimation „Protonenkracher“ ins Innere der Sonne begeben und Wasserstoffatome aufeinanderprallen lassen. Auf diese Weise lernten sie, wie die Kernfusion funktioniert.

Ein besonderes Anliegen der Ausstellung war es, Kindern Themen wie Energienutzung, Energieversorgung und Energieeffizienz nahezubringen. Im Sonnenenergielabor erfuhren die jungen Besucher beispielsweise, wie Photovoltaik funktioniert. Und an sonnigen Tagen bereiteten sie mit Hilfe eines Solarkochers Suppe zu – ausschließlich mit Solarenergie.

Um neben deutschen Familien auch türkischen Eltern Lust zu machen, mit ihren Kindern in die Ausstellung zu gehen, waren alle Infotexte und Installationen zweisprachig Deutsch und Türkisch. Das galt auch für die Hörstationen, an denen professionelle Sprecher Geschichten erzählten. Unter anderem ging es darin um Eisbären. Die hellen Haare dieser Tiere leiten die wärmende Sonnenenergie auf die Haut, wo sie bestens absorbiert wird. Denn Eisbärenhaut ist schwarz.

„Here Comes the Sun“ war eine Wanderausstellung und zog nach sechswöchiger Station in Dortmund in die deutsche Hauptstadt weiter. Dort war sie gemeinsam vom Institut der Physik der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Verein Neues Universum Kindermuseum Berlin erarbeitet worden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte „Here Comes the Sun“ als offiziellen Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2010, das unter dem Motto „Zukunft der Energie“ stand. Die RWE Stiftung beteiligte sich an den Kosten der Präsentation im mondo mio! Kindermuseum Dortmund.