Eine Chance für Kinder
Prävention von Kindesvernachlässigung und Gewalt gegen Kinder
Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien weisen überdurchschnittlich häufig aus-geprägte Zeichen von sozialer Inkompetenz auf. Diese Verhaltensweisen lassen sich mit normalen pädagogischen Maßnahmen kaum beeinflussen und diese Defizite können durch gängigen Unterricht nicht behoben werden. Darum soll durch externe Fachkräfte (Familienhebammen, Sozialarbeiter etc.) Unterricht durchgeführt werden. Für die Jungen und Mädchen benötigt man teilweise getrennte Vorgehen und unterschiedliche Themenstellungen.
Das bereits durchgeführte Pilotprojekt soll jetzt auf 10 Förder- oder Hauptschulen ausgeweitet werden und richtet sich an Jugendliche in der Altersgruppe 13–17 Jahre. Pro Schule werden 2 Unterrichtsserien für Mädchen und Jungen getrennt durchgeführt.
Schulungsinhalte für Mädchen:
- Schulung im Bereich „soziale Kompetenz“ und Stärkung der eigenen Ressourcen
- Schulung im Bereich „Sexualkunde“ (u. a. Prävention von Teenagerschwangerschaften)
- Schulung im Bereich „Eltern-Sein“
- Berufliche Perspektive
Schulungsinhalte für Jungen:
- Schulung im Bereich Zurechtkommen mit sich selbst (z. B. Selbstwahrnehmung, Selbstvertrauen, Selbstfürsorge, Wahrnehmung der eigenen Stärken und Schwächen)
- Schulung im Bereich Zurechtkommen mit anderen (z. B. aktives Zuhören, Empathie, Kontaktaufnahme, Kommunikation, Zuverlässigkeit, Umgang mit dem anderen Geschlecht)
- Schulung im Bereich Verantwortung übernehmen (Verantwortung für den eigenen Körper im Umgang mit Alkohol und Drogen, eigene Grenzen und die Grenzen anderer erkennen, Umgang mit Gefühlen, verantwortungsvolle Partnerschaft)
- Schulung im Bereich Zukunft planen (Vorstellungen entwickeln, Arbeitssuche und Einordnung).
Nach den Erfahrungen aus dem Pilotprojekt üben die Jugendlichen, die den Unterricht bereits absolviert haben, für andere Schüler eine ausgezeichnete Vorbildfunktion aus und tragen zur Nachhaltigkeit des Projektes bei.

