Fracen in konventionellen Erdgaslagerstätten
Da Frac-Verfahren in der öffentlichen Kritik
Das Frac-Verfahren (kurz: Fracing) zur Förderung von Shale Gas ist in Verruf geraten. Hauptvorwurf: Gifteintrag in den Untergrund durch Chemikalien und Gefährdung des Grundwassers. Die Kritiker beziehen sich auf die Förderung aus Shale-Gas-Lagerstätten in geringerer Tiefe in den USA, wo die Umwelt und das Grundwasser negativ beeinflusst wurden.
Durch die emotional geführte öffentliche Diskussion gerät zunehmend auch die konventionelle Erdgasförderung in Deutschland in die Kritik. Durch offene Information bemüht sich RWE Dea, einen Beitrag zur Versachlichung des Themas zu leisten. Dies geschieht in einem breit angelegten Informations- und Dialogprozess z. B. auf Informationsveranstaltungen für Bürger und in Gesprächen mit anderen Interessierten aus Medien, Politik und Öffentlichkeit.
Die wichtigsten Antworten zum Frac-Verfahren bei RWE Dea
Langjährig bewährtes und sicheres Verfahren
Anders als in den USA, wo die Shale-Gas-Lagerstätten in geringerer Tiefe liegen, befinden sich die so genannten Rotliegend-Erdgaslagerstätten der RWE Dea in rund fünf Kilometer Tiefe. In diesen konventionellen Lagerstätten setzt RWE Dea das Frac-Verfahren seit vielen Jahren ohne negative Auswirkungen erfolgreich ein. Die Erdgasvorkommen haben sich im tiefen Untergrund in einem Sandstein über Jahrmillionen unter mächtigen, gas- und flüssigkeitsdichten Gesteinsschichten angesammelt.
- Der vertikale Abstand vom Frac bis zu Trinkwasserlagerstätten beträgt über 4.000 Meter
- Die Tatsache, dass sich in fünf Kilometer Tiefe eine Lagerstätte bilden konnte, beweist, dass die mächtigen darüber lagernden Gesteinsschichten absolut dicht sind.
- Dadurch ist ein Kontakt mit dem Grundwasser ausgeschlossen.
- Es ist in Deutschland kein einziger Fall bekannt, in dem es durch Fracen zur Verschmutzung des Grundwassers oder zu einer mechanischen Auswirkung auf die Geländeoberfläche gekommen ist.
Frac-Initiierungspunkt im Untergrund
Ausschließlich Einsatz von nicht giftigen Zusatzstoffen
RWE Dea verwendet beim Fracen ausschließlich zugelassene nicht giftige und nicht umweltgefährdende Produkte, die überwiegend auch im Alltag verwendet werden. Um diesen Status erreichen zu können, wurde die Rezeptur des Frac-Fluids im Laufe der Jahre in etlichen Studien untersucht und ständig verbessert. Im Moment ist RWE Dea an drei Forschungsprojekten beteiligt, um die Zusammensetzung der Mischung noch weiter zu optimieren. Darüber hinaus werden die Zusatzstoffe auch im eignen RWE Dea Labor auf den Prüfstand gestellt und den Anforderungen angepasst.
Zusammensetzung des Frac-Fluids
Position der RWE Dea zum Thema „Unkonventionelles Erdgas“
RWE Dea beobachtet das Thema „Unkonventionelles Erdgas“ vor allem aus der Forschungs- und-Entwicklungssicht, da das Unternehmen erst einmal tieferen Einblick in Potenzial und Machbarkeit erlangen will. Shale-Gas-Projekte haben derzeit bei RWE Dea geringe Priorität. Der Fokus liegt nach wie vor auf der Erdgas- und Erdölgewinnung aus konventionellen Lagerstätten. Dennoch bietet Shale-Gas in bestimmten Ländern aufgrund der vermuteten großen Ressourcen eine interessante Option für die Zukunft.
Voraussetzung von Projekten zur Suche und Förderung von Shale-Gas sind
- die Akzeptanz in der Bevölkerung
- sowie die Einhaltung höchster internationaler Umweltschutz- und Sicherheitsstandards.
Vor Beginn eines Shale-Gas-Projektes muss daher sichergestellt sein, dass die verfügbare Technik diese Standards erfüllt.

