Müllheizkraftwerk Essen-Karnap

Das Müllheizkraftwerk (MHKW) Essen Karnap ist integraler Bestandteil des Abfallwirtschaftskonzeptes der „5 Karnap-Städte“ Essen, Gelsenkirchen, Mülheim a.d. Ruhr, Bottrop und Gladbeck mit insgesamt circa 1,3 Millionen Bürgern. Im MHKW Essen Karnap werden die stofflich nicht nutzbaren Anteile des Abfalls dieser fünf Städte, das sind circa 65% des Gesamtanfalls, energetisch genutzt.

Über 60-jährige Tradition

Karnap hat eine über 60-jährige Tradition als Kraftwerksstandort. Bereits Anfang der 60er Jahre wurde durch Umbauten am damaligen Steinkohlenkraftwerk mit der Müllverbrennung begonnen. Die alte Anlage wurde 1987 stillgelegt und durch ein modernes Müllheizkraftwerk ersetzt. Heute steht mit den drei Kesseln der I. Baustufe von 1987 und dem vierten Kessel der II. Baustufe (Inbetriebnahme: 1993) den Karnap-Städten insgesamt eine Durchsatzleistung von über 700.000 Tonnen Restmüll pro Jahr zur Verfügung. Damit ist das MHKW eine der größten Anlage ihrer Art in Deutschland.

Umweltschutz nachhaltig gewährleistet

1995 wurde gemäß neuer Umweltschutzverordnungen die Rauchgasreinigung und 1998 die Abwasserbehandlung um weitere Reinigungsstufen ergänzt. Der umfassende Schutz der Umwelt ist damit nachhaltig gewährleistet. Der bei der Verbrennung des Restmülls gewonnene energetische Nutzen des MHKW sind 130 MJ/s Fernwärme für die Fernwärmeschiene Ruhr und eine Stromerzeugung von bis zu maximal 50 Megawatt. Die Rückstände der Verbrennung werden nach der Aufbereitung im Wesentlichen stofflich verwertet.

 

Daten, Zahlen, Fakten – Müllheizkraftwerk Essen-Karnap

Kraftwerkstyp

Müllheizkraftwerk

Gesamtleistung
BruttoMW

50

NettoMW

38

Lage des Kraftwerks

Mittleres Ruhrgebiet, Essen

Einsatzbereich

Grundlast und Fernwärme

Erste Stromerzeugung im bestehenden Werk

1987

Brennstoff

Hausmüll, -ähnlicher Gewerbemüll, Sperrmüll

Rauchgasreinigung

Elektrofilter, Rauchgasentschwefelungsanlage, Aktivkoks-Adsorber, Rauchgasentstickungsanlage