Safety First!

RWE Power kann auf eine jahrzehntelange Expertise beim Betrieb von Kernkraftwerken zurückgreifen, denen international ein hoher technischer Standard attestiert wird. Wie bei allen Kernenergieaktivitäten hat auch in diesem Projekt Sicherheit für RWE oberste Priorität.

„Safety First!“ ist der Leitgedanke für das Projekt, auf den sich alle Partner in der Investitionsvereinbarung verbindlich festgelegt haben. Dafür wird in der nun anstehenden Projektierungsphase der Grundstein gelegt. Bereits jetzt sind die Arbeitspakete definiert, in denen wesentliche Sicherheitsfeatures der künftigen Anlage systematisch und sorgfältig untersucht werden, um die bestmögliche Auslegung im Hinblick auf internationale Sicherheitsstandards und Betriebserfahrungen zu erzielen.

Sämtliche Konzepte werden darüber hinaus im Rahmen des atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens weiteren umfangreichen Prüfungen durch die rumänische Aufsichtsbehörde (CNCAN) unterzogen, die dabei von internationalen Gutachtern unterstützt wird.

 

Internationale Einbindung

Der rumänische Betreiber SNN ist Mitglied in der weltweiten Betreiberorganisation WANO (World Association of Nucelar Operators) und unterzieht sich in regelmäßigen Abständen so genannten Peer-Reviews (2006, 2007), bei denen die Betriebsführung der laufenden Anlagen von internationalen Experten im Sinne einer Best-Practice bewertet werden.

 

Des Weiteren wurden in den Jahren 2005 und 2006 in Cernavoda OSART-Missionen (Operation Safety Review Team) durchgeführt, die als Service der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die intensivste und transparenteste Form der Bewertung von Kernkraftwerken darstellen.

 

Prüfungen und Bewertungen erfolgen bei beiden Verfahren in den folgenden Bereichen:

  • Management, Organisation und Administration

  • Training und Qualifikation der Mitarbeiter

  • Betriebsführung

  • Wartung der Anlage

  • Technische Durchführung und Unterstützung

  • Strahlenschutz

  • Chemie

  • Notfall Planung und Bereitschaft

Diese Form der internationalen Einbindung fördert die kontinuierliche Verbesserung mit dem Ziel höchster Sicherheit im Betrieb der Kernkraftwerke. Auf Basis hervorragender Ergebnisse in Cernavoda wurden und werden weiterhin Empfehlungen im Kraftwerksbetrieb umgesetzt.

Neben den Aktivitäten des Betreibers hat sich auch die rumänische Genehmigungsbehörde CNCAN einer internationalen Bewertung gestellt. Im Jahr 2006 hat eine IRRS-Mission (Integrated Regulatory Review Service) der IAEA die Qualifikation und Prozesse der Behörde durchleuchtet und einen hohen Standard im internationalen Vergleich bescheinigt.

Umwelt

Die Auswirkungen des Baus eines neuen Kernkraftwerks auf die Umwelt werden im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung detailliert untersucht. Der Genehmigungsprozess erfordert dabei die Einbindung der Öffentlichkeit und im Rahmen der EU Mitgliedschaft Rumäniens auch die Abstimmung mit den Anrainerstaaten. Der für die Blöcke 3 und 4 des Kernkraftwerks Cernavoda seit 2006 laufende Prozess wurde mit größtmöglicher Transparenz durchgeführt und wird nach einer Vielzahl von Erörterungsterminen in Kürze erfolgreich abgeschlossen werden können.