Der rumänische Strommarkt

Der rumänische Strommarkt verfügt über mehr als 6.000 MW installierter Wasserkraftwerkskapazität. Prägend ist jedoch der hohe Anteil fossiler Energieträger, insbesondere Braun- und Steinkohle (53%). Dabei sind die Anlagen vielfach veraltet. In den nächsten Jahren sind daher umfangreiche Ersatz- und – angesichts der erwarteten Nachfragesteigerung – auch Erweiterungsinvestitionen notwendig. Vor dem Hintergrund der europäischen CO2-Ziele spielt dabei neben neuen Kohlekraftwerken auch die Kernenergie eine wichtige Rolle.

 

Ein wichtiger Baustein in der nationalen Ausbauplanung sind hier die Kernkraftwerksblöcke 3 und 4 in Cernavoda mit über 1.400 MW, die die Grundlasterzeugung aus Kohlekraftwerken ersetzen werden müssen. Darüber hinaus muss für ein entsprechendes Begleiten der Stromnachfrage auch flexible Spitzenlastkraftwerke hinzugebaut werden, um das Preisniveau auf dem Strommarkt zu stabilisieren. Langfristige international konkurrenzfähige Strompreise sind für den Wirtschaftstandort Rumänien von entscheidender Bedeutung.

Seit 2007 sind alle Verbraucher in Rumänien liberalisiert und können den Lieferanten frei wählen. Seit dem haben etwa 50% der Kunden ihre Verträge neu verhandelt. Allerdings ist die Wechselbereitschaft der regulierten Tarifkunden aufgrund des Festpreises begrenzt.