Kunst am Bau
Bei unserem neuen Hauptgebäude haben wir uns für eine fortschrittliche, zukunftsweisende und menschenfreundliche Bauweise entschieden. Technik und Ökologie - scheinbare Widersprüche - ergänzen sich in dieser Architektur. Nach den neuesten wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen wurden funktionelle, klare und logische Arbeitsräume geschaffen. Gleichzeitig ergeben sich aus der Formensprache und aufgrund der verwendeten Materialien vielseitige Wechselbeziehungen zwischen dem Turm und seiner Umgebung.
Wir haben uns zahlreiche Künstler und ihre Arbeiten angeschaut. Fünf von ihnen haben wir eingeladen und sie gebeten, sich so ihre Gedanken zu machen. Zur RWE, zu unserem neuen Haus und zur Region. Aus dieser künstlerischen Auseinandersetzung sind interessante Arbeiten hervorgegangen. Sie sind zu einem festen Bestandteil unseres Turms geworden.
Aus Worten zusammengesetzt
Lothar Baumgarten, Berlin und New York, macht mit seiner Arbeit die Wandlung unserer Sprache und die hierdurch auch bestimmten zwischenmenschlichen Umgangsformen zum Gegenstand der Reflexion. Wortschöpfungen aus Wirtschaft, Politik und Kultur sind auf ihre jeweiligen sprachlichen Wurzeln reduziert und werden über ihre neuen Sinnzusammenhänge zu einem Bild.
Die Verbindung zum Turm
Richard Long, wohnhaft in Bristol, setzt eine Linie in Form einer Steinplastik ein, die er zwischen See und Grundstücksgrenze legt. So schafft er eine Verbindung zwischen der klar umrissenen Landschaftsplanung, dem Turm und der ursprünglichen Linie aus den unregelmäßig geformten Steinen.
Neue Maßstäbe für jede Etage
Francois Morellet aus Nantes entwickelte eine Konstruktion, die in der 1. Etage aus 1 Metallstab, in der 2. Etage aus 2 Metallstäben, ... in der 27. Etage aus 27 Metallstäben besteht. Die Farben und Formen der einzelnen Plastiken geben jeder einzelnen Etage Identität.
Die Umkehrung des Lichts
Ettore Spalletti, in Pescara lebend, stellt dem tatsächlichen Raum einen scheinbar schwerelosen Raum aus Licht und Farbe gegenüber. Inspiriert durch die Lichterfahrung im neuen Haus, holt er das Licht der Umgebung nach innen. Größe, Proportionen und Farben der Flächen thematisieren die Weite des Himmels und den Raum, den der Mensch gestaltet.
Der neue Linienverlauf
Norbert Thomas, heimisch in Essen, schuf für den Park eine Edelstahlplastik, die sich innerhalb des Sees befindet. Ihre Linie beschreibt einen unerwarteten Verlauf im Raum. Dabei durchdringt sie scheinbar den Boden und die Wasserfläche, verschwindet und setzt sich an anderer Stelle fort. Sie bezieht also auch den gedachten Raum mit ein.
