50 Jahre Kraftwerk Frimmersdorf

Strom für mehr als zehn Millionen Menschen

<07.07.2005> Vor 50 Jahren ging Block A des Kraftwerks Frimmersdorf ans Netz. Es wurde in den Folgejahren um ein gutes Dutzend weiterer Blöcke erweitert, um den erhöhten Strombedarf für das deutsche Wirtschaftswunder zu sichern. Heute verfügt der Standort Frimmersdorf über 14 Blöcke mit zusammen mehr als 2.400 Megawatt - eine Leistung, die ausreicht, weit mehr als zehn Millionen Menschen mit Strom zu versorgen.

Der Maschinensaal vor 50 JahrenDer Maschinensaal vor 50 Jahren Das Kraftwerk Frimmersdorf war über viele Jahrzehnte Schrittmacher des technologischen Fortschritts in der Stromerzeugung. Neuland betraten die Ingenieure beispielsweise mit dem Bau des weltweit ersten Turmkessels in der Braunkohle oder der Entwicklung der ersten großtechnischen Rauchgas- Entschwefelungs-Anlage (REA) für ein Braunkohlenkraftwerk in den achtziger Jahren. Was in der Theorie funktionierte, musste auf die Besonderheiten der Braunkohle und die begrenzten Platzverhältnisse am Standort Frimmersdorf angepasst werden. Allein der Bau der REA bei laufendem Kraftwerksbetrieb war eine völlig neue technische Herausforderung.

Der Standort ist in die umfangreichen Planungen zur Erneuerung der RWE-Braunkohlenkraftwerke einbezogen. Die heutigen Blöcke werden nach und nach moderneren Anlagen weichen. Ein erster Braunkohlenblock mit optimierter Anlagentechnik (BoA-Block) arbeitet bereits in Niederaußem. Er verstromt die Braunkohle mit einem Wirkungsgrad von über 43 Prozent.

Damit nutzt die BoA-Technik den Brennstoff Braunkohle im Vergleich zu Altanlagen um rund 30 Prozent besser aus. Die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb von zwei weiteren BoA-Blöcken am Standort Neurath erhielt RWE Power am 23. Juni diesen Jahres. „Durch die konsequente Fortführung unseres Kraftwerkserneuerungsprogramms garantieren wir eine effiziente und umweltfreundliche Verstromung der Braunkohle“, so Dr. Johannes Lambertz, Vorstandsmitglied der RWE Power AG. „Zudem werden langfristig viele tausend Arbeitsplätze in unserem Unternehmen, bei Zulieferern und zahlreichen Dienstleistern im Umfeld gesichert. Dies stärkt die Wirtschaftskraft der gesamten Region“, betont Lambertz weiter.

Das heutige Kraftwerk Frimmersdorf ist übrigens nicht das erste an diesem Standort. Bereits 1926 wurde dort eine erste Anlage mit 26 Megawatt errichtet. Bis auf wenige Nebenanlagen am westlichen Ortsrand von Frimmersdorf hat dieses alte Kraftwerk keine Spuren hinterlassen.

Die Baustelle des Kraftwerks 1954Die Baustelle des Kraftwerks 1954 

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