Fragen und Antworten
Wo wird der Windpark errichtet?
35 Kilometer nordwestlich der Insel Helgoland, 40 Kilometer westlich von Amrum wird der Park in Wassertiefen zwischen 22 und 26 Metern errichtet. Nordsee Ost wird eine Geamtfläche von rund 24 Quadratkilometern einnehmen.
Über welche Leistung wird der Park verfügen?
Die 48 Windturbinen der Multi-Megawattklasse werden jeweils über eine Nennleistung von 6,15 Megawatt verfügen. Nach seiner Fertigstellung wird die Gesamtleistung von Nordsee Ost 295 Megawatt betragen. Nordsee Ost wird in der Lage sein etwa 310.000 Haushalte jährlich mit klimafreundlichen Strom zu versorgen.
RWE Innogy investiert rund eine Milliarde Euro in den Bau von Nordsee Ost. Die Europäische Union unterstützt die errichtung des Windparks als europäisches Leuchtturmprojekt im Bereich der erneuerbaren Energien mit insgesamt 50 Millionen Euro. Die EU-Förderung erfolgt im Rahmen des European Energy Programme for Recovery (EEPR).
Werden die Turbinen vom Festland aus zu sehen sein?
Nein, da sich der Windpark rund 40 Kilometer vor der deutschen Küste befinden wird.
Was sind die Herausforderungen beim Bau und Betrieb von Offshore-Windparks wie Nordsee Ost?
Die technischen Herausforderungen bei Bau, Betrieb und Wartung der Windkraftanlagen sind erheblich. Beispielsweise entsteht Nordsee Ost in Wassertiefen bis zu 25 Metern, 35 Kilometer vor der Küste. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden sind wir sehr daran interessiert, Lösungen für einen sicheren und umweltfreundlichen Betrieb unserer Anlagen zu ermöglichen – dies erfordert natürlich einen erheblichen zeitlichen Aufwand. Geeignete Schiffe zur Errichtung von Windkraftanlagen auf offener See stehen zudem nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Um von Engpässen unabhängig zu sein, haben wir zwei Installationsschiffe in Auftrag gegeben. Diese sollen ab 2011 bereitstehen. Zur Umsetzung unserer Ausbaupläne haben wir langfristige Lieferverträge über Windenergieanlagen geschlossen und sichern uns so die nötige Flexibilität beim Bau unserer Offshore-Windparks in Europa.
Warum werden Windparks trotz dieser schwierigen Bedingungen im Meer errichtet?
Der Großteil der europäischen Windenergie stammt heute aus Anlagen an Land. Das größte Potenzial haben aber zukünftig Windparks auf hoher See. Dort stehen große Flächen zur Verfügung, die eine bessere Windausbeute bieten. Zudem blöst der Wind auf dem Meer kräftiger und gleichmäßiger als an Land, was zu einer deutlich höheren Stromausbeute führt. Daher richtet sich auch bei RWE der Fokus auf den Ausbau der Offshore-Windkapazitäten in Europa.
