Essen, 12. November 2009Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE präsentiert sich robust und stabil

  • Ausblick für 2009 bestätigt

  • Internationales Wachstum: Essent-Übernahme abgeschlossen

  • Investitionen weiter auf Rekordniveau

  • Beschäftigtenzahl gestiegen


Das Strom- und Gasgeschäft des RWE-Konzerns erweist sich als vergleichsweise robust, selbst in der Krise. Es hat RWE in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009 in den meisten Unternehmensbereichen solide Ergebnisse geliefert. Allerdings haben sinkende Ölpreise und eine enttäuschende Ertragslage im britischen Geschäft Spuren hinterlassen. Dennoch bestätigt RWE erneut den Ausblick für das Gesamtjahr: Auch ohne Einbeziehung von Essent werden sich betriebliches Ergebnis und nachhaltiges Nettoergebnis in der Größenordnung des Vorjahres bewegen. Zusätzlich wird im vierten Quartal die neue niederländische Tochter Essent erstmals zum Ergebnis beitragen. Trotz der schwachen Konjunktur hält RWE am laufenden Investitionsprogramm fest: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich das Volumen der Sachanlageinvestitionen um fast die Hälfte erhöht.

Konzernumsatz leicht unter Vorjahresniveau

In den ersten drei Quartalen 2009 erwirtschaftete der RWE-Konzern einen Außenumsatz von 33,8 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von 2 %. Wechselkursbereinigt blieb der Umsatz stabil. Da die RWE-Kraftwerke für 2009 schon vor Beginn der Wirtschaftskrise nahezu ausverkauft waren, traf der Rückgang des Stromverbrauchs das Unternehmen aber nur in geringem Maße. Der Stromabsatz hat sich dennoch um 12 % auf 207,4 Mrd. kWh verringert. Das beruht größtenteils auf einem Bilanzierungseffekt: Der Handel mit fremdbezogenem Strom ist nicht in den RWE-Absatzzahlen erfasst. Dieses Volumen stieg deutlich, da es teilweise günstiger war, Lieferverpflichtungen über den Einkauf an der Börse durch RWE Supply & Trading statt aus eigenen Kraftwerken abzudecken. Lässt man den Stromhandel von RWE Supply & Trading unberücksichtigt, hat sich der Stromabsatz trotz konjunkturbedingter Produktionsrückgänge in der Industrie im Vorjahresvergleich leicht verbessert. Grund waren Kundengewinne der RWE Energy im Segment der Weiterverteiler. Der Gasabsatz lag vor allem wegen der schwachen Konjunktur 8 % unter dem Niveau der ersten drei Quartale des Vorjahres.

Betriebliches Ergebnis 4 % niedriger

Die operative Ertragslage der kontinentaleuropäischen Erzeugungs-, Netz- und Vertriebsaktivitäten hat sich in den ersten drei Quartalen positiv entwickelt. Hier konnte sich RWE weitgehend vom schlechten wirtschaftlichen Umfeld abkoppeln. RWE Supply &Trading hat das Ergebnis aus dem Energiehandels- und Gasgeschäft verdoppelt. Dass das betriebliche Ergebnis des Konzerns dennoch um 4 % auf 5.534 Mio. € sank, beruhte auf zwei Faktoren: Zum einen sank das Ergebnis der RWE npower in Großbritannien wegen des extremen Preis- und Kostendrucks um mehr als die Hälfte. Zum anderen sorgten gesunkene Ölpreise bei RWE Dea für einen Rückgang in ähnlicher Größenordnung. Das nachhaltige Nettoergebnis, die Basis für die Dividendenausschüttung, ging aus diesen Gründen um 7 % auf 2.871 Mio. € zurück.

Kundenbilanz

Seit Anfang des Jahres hat der RWE-Konzern im deutschen Stromgeschäft rund 58.000 Privat- und Gewerbekunden hinzugewonnen. Damit hat sich der positive Trend in der RWE-Kundenbilanz stabilisiert, der sich seit Mitte vergangenen Jahres zeigt. Unsere Tochter “eprimo“ setzte ihren erfolgreichen Kurs fort und belieferte zum Stichtag 600.000 Stromkunden. Seit April 2009 bietet auch „eprimo“ ein Festpreisprodukt an; bisher haben sich 138.000 Kunden dafür entschieden.

Mitarbeiterzahl wächst weiter

Das Plus von fast 8 Prozent – mehr als 5.000 Vollzeit-Beschäftigte – geht nicht nur auf die Übernahme des niederländischen Versorgers, sondern auch auf Neueinstellungen in anderen Wachstumsfeldern zurück. Allein 4.300 neue Vollzeitstellen im Konzern sind durch die Essent-Übernahme begründet; durch operative Veränderungen wurden mehr als 120 neue Stellen geschaffen. Ende September 2009 beschäftigte RWE fast 71.000 Mitarbeiter.

Ausblick für das Gesamtjahr 2009 bestätigt

„Im laufenden Quartal werden wir den leichten Rückgang wieder aufholen“, betont RWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Großmann und bestätigt damit den Ausblick für 2009. Die gute Entwicklung von RWE Power und von RWE Supply & Trading ist der Hauptgrund dafür, dass auch der längere Stillstand der beiden Kernkraftwerksblöcke in Biblis ausgeglichen werden kann. Die Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und Kostensenkung in Höhe von 450 Millionen Euro bis Ende 2009 gegenüber 2006 liegen im Plan, darüber hinaus wird das zusätzliche Effizienzprogramm in Großbritannien im vierten Quartal greifen. So werden die wesentlichen Kennzahlen – das betriebliche Ergebnis und das nachhaltige Nettoergebnis – wie angekündigt auch ohne Berücksichtigung von Essent in der Größenordnung des Vorjahres liegen. Darüber hinaus wird Essent im vierten Quartal einen Beitrag von etwa 100 Mio. € zum betrieblichen Ergebnis leisten.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des
RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Aussagen daher nicht übernehmen.


Weiterführende Informationen als Download:
Tabellarische Übersicht (PDF)
Rede zur Telefonkonferenz für Journalisten von Dr. Rolf Pohlig, Finanzvorstand der RWE AG (PDF-Download)


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