Essen/Swindon, 20. Oktober 2010, RWE Innogy GmbHDiese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

Forewind-Konsortium gibt erste Ausbauphase des Offshore-Windparks Dogger Bank bekannt



  • Weltweit größtes Offshore-Windprojekt nimmt Entwicklungsarbeit auf
  • 9.000 bis 13.000 Megawatt Windleistung bis 2020 geplant

Das Entwicklungskonsortium Forewind, zu dem auch RWE Innogy gehört, hat die erste Ausbaustufe des weltweit größten Offshore-Windparkprojekts bekannt gegeben. Die Dogger Bank Sandbank liegt rund 200 Kilometer vor der Ostküste Englands. Auf einem Areal, das rund zehnmal der Stadtfläche Berlins entspricht, sollen bis 2020 rund 9.000 Megawatt (MW) Offshore-Windkraftleistung installiert werden. Ein Ausbau auf insgesamt 13.000 MW ist möglich.

Aufgrund der schieren Größe von Dogger Bank wird dieses Projekt in insgesamt vier Ausbaustufen aufgeteilt. Jede dieser vier Stufen soll dann wiederum in drei Phasen entwickelt und errichtet werden. Der genaue Standort der ersten Ausbauphase im Süden der Sandbank wurde nun bekanntgegeben. Er liegt zwischen 125 und 180 Kilometer vor der ostenglischen Grafschaft Yorkshire und umfasst circa 2.000 Quadratkilometer. Die Wassertiefe beträgt dort nur rund 30 Meter. Allein auf dieser Fläche sollen Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 1.400 Megawatt installiert werden.

„Das Offshore-Windprojekt Dogger Bank ist eines der größten Energieprojekte der Welt – vergleichbar mit dem Drei-Schluchten-Staudamm in China oder dem Desertec-Projekt in Nordafrika. Es stellt in gewisser Weise das Ziel dar, auf das die ganze Offshore-Windbranche hinarbeitet. Mit jedem Projekt, das wir in den kommenden Jahren erfolgreich entwickeln und errichten, werden wir diesem Ziel näher kommen“, erläutert Prof. Martin Skiba, Leiter Offshore Wind bei RWE Innogy. Zukünftig könnte das Windkraftwerk Dogger Bank rund zehn Prozent des gesamten Strombedarfs in Großbritannien decken.

Quelle: Forewind
Quelle: Forewind

Für die identifizierte erste Ausbaustufe beginnt jetzt die eigentliche Entwicklungsarbeit in Form von großangelegten Umweltstudien.
So werden zum Beispiel Vogelflugruten untersucht genauso wie die Beschaffenheit des Meeresbodens und der Flora und Fauna in diesem Gebiet. Neben der Errichtung der eigentlichen Windturbinen geht es bei den Planungsarbeiten auch um den Bau von Umspannstationen auf See und an Land sowie um die Verlegung von Unterwasser-hochspannungskabel, die die auf dem Meer erzeugte Energie zu den Verbrauchern an Land bringen. Für die erste Bauphase des Windkraftwerks Dogger Bank ist ein Netzeinspeisepunkt bei dem bereits existierenden Umspannwerk in Cottingham in Yorkshire vorgesehen.

Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage zwischen Großbritannien, Norwegen und Kontinentaleuropa hat der Europäische Windverband (EWEA) in seinen Plänen für ein intereuropäisches Stromnetz bis 2020 die Dogger Bank-Zone als zentralen Netzknotenpunkt identifiziert. An diesem Punkt könnte in Zukunft die fluktuierende Windkraftleistung mit speicherbarer Energie aus norwegischen Wasserkraftwerken austariert und als Grundlaststrom – der rund um die Uhr zur Verfügung steht – zu Verbraucherzentren in Europa transportiert werden.

Die Dogger Bank Zone wird vom Forewind-Konsortium entwickelt. Dazu gehören neben RWE Innogy der britische Energieversorger Scottish & Southern Energy (SSE) sowie die norwegischen Energie-Unternehmen Statoil und Statkraft. Im Januar des Jahres hatten die Partner von der britischen Regierung in einer dritten Ausschreibungsrunde für Offshore-Windflächen den Zuschlag für die Entwicklung des Dogger Bank Projekts bekommen.

RWE Innogy betreibt in Großbritannien bereits zwei Offshore-Windkraftwerke und errichtet dort derzeit mit Partnern die Offshore-Windparks Gwynt y Môr (576 MW) und Greater Gabbard (504 MW).


Weiterführende Informationen als Links:
Download: Lageplan (Quelle: Forewind)

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