- Grünes Licht für 18,7 Megawatt dezentrale Stromerzeugung
- Joint Venture zwischen RWE Innogy Italia und Fri-El Green Power realisiert zweites gemeinsames Projekt
RWE Innogy Italia unterzeichnete heute den Vertrag zum Bau des ersten Biomassekraftwerkes in Sizilien. Das Unternehmen wird Mehrheitseigentümer des Kraftwerkes sein und besitzt gemeinsam mit seinem Joint Venture Partner Fri-El Green Power 90 Prozent der Anteile am Projekt. Die restlichen zehn Prozent gehören dem römischen Unternehmen Infrastrutture e Gestioni S.p.A.. Nach bisherigem Planungsstand sollen die Arbeiten zum Bau der Biomasseanlage noch in diesem Jahre beginnen. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2012 geplant. Das Biomassekraftwerk hat eine Leistung von 18,7 Megawatt und ist für eine Stromerzeugung in Höhe von 128.000 Megawattstunden ausgelegt. Damit können rund 30.000 Haushalte jährlich mit Strom versorgt werden. Das Investitionsvolumen beträgt 61 Millionen Euro.
Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy, erklärt: „Ohne Biomasse wird Europa seine Klimaziele nicht erreichen können. RWE Innogy verfolgt deshalb eine integrierte Biomassestrategie über die gesamte Wertschöpfungskette von der Plantagen-Pflanzung über die Pellettierung von Frischholz bis hin zum Bau und Betrieb der Kraftwerke. In Deutschland gehören wir bereits zu den führenden Unternehmen auf diesem Sektor. Unsere erste Anlage in Italien ist ein wichtiger Schritt für die weitere Internationalisierung unseres Biomasse-Geschäftes.“
Stephan Lohr, Geschäftsführer der RWE Innogy Cogen GmbH, dem Tochterunternehmen der RWE Innogy für Biomasse, legt großen Wert darauf, dass das Konzept zu den spezifischen Standortbedingungen passt und erläutert: „Das integrierte Versorgungskonzept der Anlage sieht den Einsatz lokaler Biomasse und eine enge Zusammenarbeit mit den italienischen Partnern vor. Enna ist hierfür der ideale Standort.“ Es gibt bereits Langzeitverträge über die Holzlieferung aus den über 20.000 Hektar großen regionalen Eukalyptus-Plantagen. Diese wurden seiner Zeit angepflanzt, um die Paperindustrie anzusiedeln. Nachdem dies sich nicht realisieren ließ, nutzen wir diese Biomasse für die CO2-freie Stromerzeugung. Außerdem bieten nahegelegene Waldgebiete sowie landwirtschaftlich ungenutzte Flächen verschiedene Optionen zur Biomassegewinnung.
Die erneuerbaren Energien tragen derzeit mit rund 6,8 Prozent zur Stromerzeugung in Italien bei. Bis 2020 soll dieser Wert auf 17 Prozent steigen. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird in Italien vorrangig über ein System „grüner Zertifikate“ unterstützt. Stromanbieter sind verpflichtet, einen bestimmten Prozentsatz auf Basis erneuerbarer Energien anzubieten. Von dieser Verpflichtung können sie sich über den Zukauf entsprechender Zertifikate befreien.
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