Essen, 14. Juli 2011Diese Presseinformation ist mehr als zwei Jahre alt

RWE verkauft Mehrheit am deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion

  • Erwerber ist ein Konsortium aus langfristig orientierten und kapitalstarken Finanzinvestoren
  • RWE bleibt als Minderheitsgesellschafter beteiligt
  • Weiterer Schritt zur Umsetzung des Desinvestitionsprogrammes

Die RWE AG hat eine Vereinbarung über den Verkauf eines Anteils von 74,9 Prozent am Übertragungsnetzbetreiber Amprion getroffen. Amprion ist der größte der vier Stromübertragungsnetz-Betreiber in Deutschland. Käufer ist ein Konsortium überwiegend deutscher institutioneller Finanzinvestoren aus der Versicherungswirtschaft und von Versorgungswerken. Es steht unter Führung von Commerz Real AG, einer Tochter der Commerzbank AG. Beteiligt sind an dem Konsortium Gesellschaften der Munich Re und ERGO, vertreten durch MEAG, der SwissLife und der Talanx sowie die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe.

RWE bleibt mit 25,1 Prozent an Amprion beteiligt. RWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Großmann betonte: „Für den Netzausbau sind sehr hohe Investitionen erforderlich. Wir verteilen sie auf breitere Schultern. Amprion plant in den kommenden zehn Jahren Investitionen von mehr als 3 Mrd. Euro zu tätigen. Mit dem Investorenkonsortium haben wir einen zuverlässigen, kapitalstarken und langfristig orientierten Partner gewonnen. RWE steht weiterhin mit seiner Kompetenz und Zuverlässigkeit zum Übertragungsnetz-Geschäft von Amprion.“

RWE wird zudem zunächst an dem Konsortium beteiligt sein und damit zusätzlich zu dem Minderheitsanteil von 25,1 Prozent einen weiteren indirekten Anteil an Amprion von durchgerechnet 10,8 Prozent halten. Ebenso hält Commerz Real AG zunächst noch durchgerechnet 13 Prozent an Amprion. Diese Anteile sollen kurzfristig durch die Commerz Real AG an weitere Investoren veräußert werden.

Basis für den Verkaufspreis ist eine Gesamtunternehmensbewertung von rund 1,3 Mrd. Euro(Stichtag 1. Januar 2011). Dies entspricht nahezu dem kompletten von der Regulierungsbehörde anerkannten Vermögen von Amprion und dem Achtfachen des nachhaltigen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von Amprion. Die Transaktion reduziert die Nettoverschuldung von RWE und leistet somit einen weiteren Beitrag zum angestrebten Ziel der Verbesserung der Verschuldungssituation.

Der Verkauf von Amprion ist ein weiterer Schritt im Desinvestitionsprogramm von RWE. Im Rahmen der Mittelfristplanung hatte das Unternehmen angekündigt, sich von Betriebsteilen im Volumen von bis zu 8 Mrd. Euro zu trennen.

Die Transaktion steht insbesondere noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates der RWE AG sowie der zuständigen Kartellbehörden. Der Vollzug der Transaktion wird für das dritte Quartal 2011 erwartet.



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