Bettercoal-Initiative

Eine Kooperation mit anderen Energieunternehmen ist unverzichtbar, um Forderungen nach nachhaltigen Produktions- und Transportbedingungen in der Steinkohlelieferkette mehr Nachdruck zu verleihen. Zusammen mit weiteren großen Steinkohleabnehmern haben wir 2012 die Initiative Bettercoal gegründet. Bis Ende 2016 waren bereits 13 große europäische Energieunternehmen Mitglied bei Bettercoal (2015: 12). Die niederländischen Häfen haben sich der Initiative als Associate Members ebenfalls angeschlossen.

 

Bettercoal auditiert Kohleproduktionsstätten weltweit und stellt seinen Mitgliedern die Ergebnisse zur Verfügung. An jedes Audit und jede Selbsteinschätzung schließt sich ein verbindlicher Verbesserungsprozess an, der auf den gefundenen Mängeln aufsetzt. Die Namen der Produzenten, für die eine Selbstauskunft oder ein Vor-Ort-Audit vorliegt, werden regelmäßig auf der Website von Bettercoal aufgelistet – vorausgesetzt die Minen stimmen der Veröffentlichung zu. Im Juni 2016 veröffentlichte Bettercoal seinen zweiten Jahresbericht. Ende 2016 konnten für 26 Minen ausführliche Selbstauskünfte sowie die Ergebnisse von sechs vor-Ort Audits und einem Wiederholungsaudit im Rahmen des vereinbarten Verbesserungsprozesses in der Bettercoal-Datenbank verzeichnet werden. Damit liegen Informationen aus den wesentlichen potenziellen Lieferländern für Europa vor.
Bettercoal ist ein langfristiges Projekt. Die Initiative initiiert erforderliche Verbesserungen in den Bereichen Umweltschutz, Abbau- und Arbeitsbedingungen und begleitet die Umsetzung. Bettercoal führt dazu mit allen interessierten Gruppen und den Betroffenen, zu denen auch die Abbauunternehmen und Minenbetreiber gehören, einen intensiven Dialog.
Ziel von Bettercoal ist es, in allen wichtigen Produktionsländern Verbesserungen auf den Weg zu bringen und die Kohleproduktion weltweit auf akzeptable Umwelt- und Sozialstandards zu heben.