Vielfalt gewinnt

Peter Mészáros ist Geschäftsführer Customer Service bei RWE Hungária und Leiter der RWE East Customer Service Coordination. In seinem Beitrag berichtet er über persönliche Erfahrungen mit Diversity und die Erfolgsfaktoren gemischter Teams.

Die Forschung zeigt, dass es länger dauert, ein bunt gemischtes Arbeitsteam erfolgreich aufzubauen, als ein homogenes Team. Das war mir zunächst nicht bewusst, als ich gebeten wurde, an dem RWE Top 10 Projekt „Lernen & Entwicklung“ mitzuarbeiten, welches Teil des Delivery Breakthrough Performance (DBP) Programms wurde. Unser Team wurde innerhalb kürzester Zeit zusammengestellt: Bei uns sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Großbritannien, Ungarn, Holland und Deutschland aus diversen RWE Profit Centern vertreten, die aus vielen verschiedenen Berufszweigen kommen und unterschiedlichen Altersgruppen angehören. Hinzu kommt, dass wir vor allem virtuell zusammenarbeiten.

Es zeigte sich schon bald, dass die größte Herausforderung für unser Team darin bestand, dass wir alle unterschiedlich waren. Missverständnisse, verschiedene Auffassungen und manchmal auch Vorurteile trugen zu einer gewissen Ineffizienz bei. In manchen Phasen geriet das Team aufgrund der Herausforderungen und Fallstricke ins Stocken. Ein Grund dafür war, dass wir nicht direkt begriffen haben, was das eigentlich Wichtige bei dem Thema Vielfalt ist: Es sind nicht die Nationalität, das Geschlecht oder Alter, sondern vielmehr die Besonderheiten eines jeden Einzelnen, die unterschiedlichen Charaktere, Meinungen und Führungsstile mit allen Fertigkeiten, Stärken und Schwächen.

Diese Erkenntnis ist entscheidend für ein gut funktionierendes gemischtes Team. Wir alle mussten die Umgebung, in der wir arbeiten, verstehen. Welchen Vorteil hat man davon, Personalfachleute und Personen, die nicht in einer Personalabteilung arbeiten, in so einem Projekt zusammenarbeiten zu lassen? Was ist unsere Vision, die das Team anleiten kann? Das Zauberwort ist hier ein gemeinsames Ziel. Unser DBP-Begleiter war an dieser Stelle sehr wichtig und hat uns dabei geholfen, alle Vorteile, die Vielfalt mit sich bringt, zu erkennen und zu verstehen.

Rückblickend muss ich sagen, dass die Arbeit mit diesem bunt gemischten Team eine wesentlich größere Herausforderung war, als es die Arbeit mit einem homogenen Team gewesen wäre. Aber dafür ging die gemeinsame Leistung auch weit über die gleichförmiger Teams hinaus. Unsere Arbeit war ideenreich und kreativ, enorm zielstrebig und sowohl von dem Willen geprägt, Veränderungen innerhalb von RWE anzutreiben, als auch von schwierigen, aber gleichzeitig konstruktiven Diskussionen. Letztlich überwogen die Vorteile bei Weitem die Herausforderungen. Unsere Vielfalt brachte neue Ideen für das Projekt „Lernen & Entwicklung“ hervor. Ich hoffe, dass die Teams bei RWE in Zukunft verstärkt mit unterschiedlichen Persönlichkeiten besetzt werden. Unsere Arbeit kann davon nur profitieren.