Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst

Zum 30. September 2015 sind Unternehmen in Deutschland verpflichtet, ihre Ziele zur Förderung von Frauen in Top-Positionen festzulegen.

Zum einen gibt es eine fixe 30-Prozent-Quote für den Aufsichtsrat (AR) der RWE AG. Denn die RWE AG ist ein Unternehmen, das an der Börse notiert ist und der paritätischen Mitbestimmung unterliegt. Ab 2016 muss jedes der beiden Geschlechter mit einem Mindestanteil von 30 Prozent im AR vertreten sein.

Der zweite Teil der gesetzlichen Regelung betrifft 17 Mehrheitsbeteiligungen im Konzern. Diese Unternehmen müssen sich verbindliche Quoten setzen für AR, Vorstand sowie die beiden folgenden Führungsebenen – die Regelungen für Vorstand und Führungsebenen betreffen auch die RWE AG. Für die RWE AG werden folgende Ziele bis zum 30.6.2017 umgesetzt.

STATUS QUOZIEL
Aufsichtsrat15%30%
Vorstand0%mindestens 1 Frau im Vorstand
Managementebene 121,4%25%
Managementebene 224,2%30%

Die Zielsetzungen für die 17 Gesellschaften wird RWE mit dem Geschäftsbericht für das Finanzjahr 2015 veröffentlichen. Für die Diversity-Arbeit von RWE sind diese gesetzlichen Zielsetzungen eine Leitplanke. Bereits vier Jahre vor der gesetzlichen Regelung haben sich die 30 DAX-Unternehmen eigeninitiativ Ziele gesetzt. Diese Ziele umfassen bei RWE die vier Management-Ebene unterhalb des Vorstandes und beziehen alle Konzerngesellschaften mit ein. Damit spiegelt das selbst gesteckte Ziel die Realität des RWE-Konzerns wieder. Deshalb wird RWE neben den gesetzlichen Zielen auch weiterhin die Ergebnisse aus der Selbstverpflichtung mit ihrem konzernweiten Ansatz veröffentlichen.