Teurer Strom in Deutschland

„Nur die Dänen zahlen noch mehr für Strom“, tröstete die Welt am Sonntag in ihrer Ausgabe vom 21. Mai., die Leser in Anbetracht, dass der Strompreis in Deutschland mit 29,77 Euro deutlich über dem EU-Durchschnitt (20,54 Euro), aber noch knapp unter dem Preis, den die dänischen Nachbarn zahlen (knapp 31 Euro), liegt. Wie die Welt berichtet, „zeigen die Zahlen eindrucksvoll“, wie sich die Energiewende „in die Geldbörsen der Verbraucher“ fresse. Wie die Zeitung ausführt, stieg der Strompreis für die deutschen Haushalte in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent an. Als Gründe für den hohen Strompreis macht die Welt am Sonntag zum einen die EEG-Umlage sowie zum anderen die Kosten für den Netzausbau aus. So sei die EEG-Umlage seit ihrem Start 1998 von 0,08 Cent je Kilowattstunde auf 6,88 Cent je Kilowattstunde gestiegen – „Tendenz deutlich steigend“, wie die Welt am Sonntag konstatiert. Im Netzausbau sieht die Redaktion der Welt am Sonntag einen weiteren, zukünftigen Preistreiber: „Und auch von der Netzseite gibt es keine guten Nachrichten. Zwar ist die Basis für den Neubau mehrerer Stromautobahnen durch Deutschland gelegt, doch auch da wird es teurer: Die Leitungen sollen nämlich entgegen ursprünglicher Planungen unterirdisch verlegt werden, um Proteste gegen günstigere, aber hässlicherer Überlandstrommasten zu vermeiden.“ Hier sieht die Welt am Sonntag ein weiteres Problem am Horizont: „Die Effizienzprobleme bleiben damit noch lange Zeit bestehen, denn vor 2025 ist mit der Fertigstellung der Nord-Süd-Kabeltrassen nicht zu rechnen.“