Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Art. 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014
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Der Vorstand der RWE Aktiengesellschaft („RWE“) hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Eigenkapitalmaßnahme im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals beschlossen.
Insgesamt sollen bis zu 74.384.121 Aktien platziert werden. Dazu soll das Grundkapital von RWE unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals durch Ausgabe von 36.143.952 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien, entsprechend 4,9 % des Grundkapitals, gegen Bareinlagen erhöht werden. Gleichzeitig sollen bis zu 38.240.169 eigene Aktien von RWE, entsprechend 5,1% des Grundkapitals, veräußert werden. Die neuen Aktien und die zu veräußernden eigenen Aktien sind ab dem 1. Januar 2026 gewinnanteilsberechtigt. Das Bezugsrecht der Aktionäre soll ausgeschlossen werden.
Sämtliche Aktien werden ausschließlich institutionellen Anlegern im Rahmen einer Privatplatzierung durch ein beschleunigtes Platzierungsverfahren (Accelerated Bookbuilding) angeboten. Die Privatplatzierung wird unmittelbar nach dieser Mitteilung eingeleitet. Die Ankerinvestoren Qatar Investment Authority (QIA) und Norges Bank Investment Management, eine Einheit der Norges Bank, haben bereits vorab erklärt, Aktien im Gesamtwert von rund EUR 1 Milliarde Euro erwerben zu wollen. Das entspricht rund 25 % des erwarteten Gesamtvolumens der Eigenkapitalmaßnahme.
Der Platzierungspreis sowie die endgültige Anzahl der anzubietenden Aktien werden vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach Abschluss des beschleunigten Platzierungsverfahrens festgelegt und anschließend bekannt gegeben. Nach der Privatplatzierung wird RWE, vorbehaltlich bestimmter marktüblicher Ausnahmen, einer Lock-up Verpflichtung von 90 Tagen unterliegen, d.h. einer Verpflichtung in diesem Zeitraum unter anderem keine weiteren Aktien oder Finanzinstrumente, die in Aktien wandelbar sind, auszugeben oder eine weitere Kapitalerhöhung durchzuführen.
Die neuen Aktien sollen am 24. Juni 2026 prospektfrei zum Handel im regulierten Markt an den Wertpapierbörsen in Frankfurt am Main und Düsseldorf sowie zum Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen werden. Es ist beabsichtigt, die neuen Aktien in die bestehenden Notierungen der Aktien der Gesellschaft (ISIN: DE0007037129; WKN: 703712) miteinzubeziehen. Die Lieferung der neuen Aktien und der zu veräußernden eigenen Aktien ist für den 26. Juni 2026 vorgesehen.
Der erwartete Nettoerlös aus der Eigenkapitalmaßnahme soll zur Finanzierung der Aufstockung der Beteiligung an der Amprion GmbH, einem der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber, verwendet werden. RWE hat Übereinkünfte mit fünf Anteilseignern der M31 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Energie KG erzielt, um deren indirekte Anteile an der Amprion GmbH zu erwerben. Insgesamt wird sich dadurch der mittelbare Anteil von RWE an der Amprion GmbH auf 55 % erhöhen. Der Gesamtkaufpreis für die Transaktionen beläuft sich auf rund 3,6 Milliarden Euro. Es wird erwartet, dass alle Transaktionen im dritten Quartal 2026 vollzogen sein werden. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt der üblichen Bedingungen, einschließlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen.
Mitgeteilt durch Dr. Ulrich Rust, General Counsel
Wichtige Hinweise
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