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Neuartige Windtechnologie im Test in Bangor Erris

Höhenwindenergie

In Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner Kitepower, den Partnern in der örtlichen Bezirksverwaltung und dem MegaAwe-Projekt testet RWE eine neuartige Technologie zur Energiegewinnung aus Höhenwind in der irischen Grafschaft Mayo. Das Projekt wird vom EU-Förderprogramm Interreg Nordwesteuropa unterstützt.

Nach einer umfassenden Suche wurde Bangor Erris als geeigneter Standort zur Weiterentwicklung dieser Technologie ausgewählt.

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Zusammen mit dem Partner Kitepower arbeitet RWE an der Entwicklung der Höhenwindenergie(HWE)-Technologie (Englisch: Airborne Wind Energy, AWE). Nach Ansicht von RWE könnten HWE-Systeme, sobald sie in kommerziellem Maßstab verfügbar sind, eine wichtige Rolle beim Wachstum des Windsektors spielen. Damit könnte HWE eine bedeutende Technologie zur Ergänzung des RWE-Portfolios mit den erneuerbaren Energien Wind, Solarenergie und Batteriespeicher werden. Durch den geringen Investitions- und Materialaufwand könnte Höhenwind zur Kostensenkung bei der Energieerzeugung beitragen. Dazu werden die stärkeren und stetigeren Winde in größeren Höhen genutzt. Die Anlagen können sowohl an Land als auch auf See eingesetzt werden und sind mit anderen Technologien kombinierbar, zum Beispiel der Stromerzeugung aus Solarenergie.

Die Kitepower-Technologie

Wie aus dem Namen hervorgeht, ähneln die Flugsysteme einem Drachen, mit einem Gerippe aus aufblasbaren und starren Bestandteilen aus Glasfaser, um den Drachen offenzuhalten. Der Drachen hat eine Spannweite von 40 m, eine Breite von 4 m und wiegt einschließlich der Steuer- und Sensoreinheit lediglich 80 kg. Das Testsystem Kitepower Falcon hat eine Erzeugungsleistung von bis zu 100 kW. Zu Beginn der Testreihe soll der Drachen maximal 350 m hoch aufsteigen und dann in den nächsten Monaten möglichst in noch größeren Höhen erprobt werden.

Das speziell eingerichtete Testzentrum in Bangor Erris ist das erste seiner Art und wird dazu beitragen, die Entwicklung von Höhenwindenergieanlagen weiter zu beschleunigen. Es ermöglicht die Erforschung dieser neuen Form von erneuerbaren Energien als potenziellen Beitrag zum globalen Energiemix.

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Zur Kitepower-Technologie gehört eine Steuereinheit für den Drachen (Kite Control Unit, KCU) zur Kontrolle der Flugrichtung des Geräts – nach ähnlichen Prinzipien wie beim Kitesurfen oder beim Paragliding. Die Dyneema-Leine (ein ultra-reißfestes Seil, stärker als ein Stahlseil der gleichen Dicke, aber mit weniger als einem Zehntel dessen Gewichts), verbindet den Drachen mit der Bodenstation in einem 20-Fuß Standardcontainer.

In der Bodenstation befindet sich ein Generator, welcher die mechanische Zugenergie des Drachens in Elektrizität umwandelt.

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Stromerzeugung

Elektrizität wird während der „Abspulphase“ erzeugt, wenn der Drachen so in einer achtförmigen Bahn geflogen wird, dass eine starke Zugkraft entsteht und sich die Leine von der Winde in der Bodenstation abwickelt. In dieser Abspulphase produziert der „Falcon“ von Kitepower Strom. Sobald das Zugseil seine maximale Länge erreicht hat, wird der Drachen mithilfe der Steuereinheit in eine Position direkt über die Bodenstation gelenkt und die Leine wird mit geringem Energieaufwand aufgespult („Aufspulphase“).

Nach der Aufspulphase beginnt dann die nächste Abspulphase. Die Dauer der beiden Phasen beträgt 100 Sekunden, 80 Sekunden zum Abspulen und 20 Sekunden zum Aufspulen.

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